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  4. Logbuch von Mr. Zwiebus

Zwiebus´ Logbuch / 17.04.2096 SEY / Nyx / QV-Breaker-Station / Teil 2

  • Lord_Zwiebus
  • 21. April 2026 um 01:59
  • 13 Mal gelesen
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Inhaltsverzeichnis [VerbergenAnzeigen]
  1. Zwiebus´ Logbuch / 17.04.2096 SEY / Nyx / QV-Breaker-Station / Teil 2
    1. Blackout
    2. Im Höllenschlund
    3. Laser und Savrilium

Zwiebus´ Logbuch / 17.04.2096 SEY / Nyx / QV-Breaker-Station / Teil 2


Zwiebus trat zu ihm und schaute ihn fragend an: „Haben wir hier wirklich die Muße, um in aller Ruhe Linsen zu schleifen?“


Walker antwortete ohne Zögern: „Das müssen wir! Die alte Energietechnik und die Laserprojektoren stammen aus einer anderen Ära. Die Energie des Laserstrahls muss zwingend mit großen Linsen verdichtet werden, damit wir die volle Effizienz dieser Anlage nutzen können.“


„Alles klar! Dann werden wir jetzt wohl auch noch zu Linsenschleifern“, dachte Zwiebus bei sich. „Man lernt im ZNSK eben nie aus.“


Um an das Material zum Schleifen der Linsen zu gelangen, mussten sie mit ihren Mining-Multi-Tools einen Durchgang freilegen, der vor Ewigkeiten verschüttet worden war. Eis hatte sich wie Mörtel zwischen die Felsen gelegt und sie zu einer undurchdringlichen Wand verbunden. Mit Traktorstrahlen versuchte Jendrikon, den Abraum zur Seite zu schaffen. Plötzlich glitt einer der schweren Steine aus dem Strahl und stürzte direkt auf ihn herab. Nur mit einem beherzten Hechtsprung konnte er sich in letzter Sekunde retten, landete jedoch unglücklich auf der Nase.

„Verdammt! Das war fahrlässig!“, stieß er hervor, während er sich den Staub von der Rüstung klopfte.


„Fahrlässig?“, echote Sulanfor mit einem schiefen Grinsen. „Ich fahre immer lässig!“


Zwiebus wusste nicht, ob er über diesen Flachwitz lachen oder den Kopf schütteln sollte. Doch für Späße blieb ohnehin keine Zeit mehr. Als sie die letzten Brocken aus der Wand brachen, zerriss ein bekanntes, markerschütterndes Kreischen die Stille – das Schreien junger Valakkare.


Valakkare hier, tief in diesem alten Felsmassiv? Zwiebus wollte es nicht glauben.


Sulanfor prüfte kurz seine Waffe und kommentierte trocken: „Todesursache: Bleivergiftung.“


Die Zeit in diesen Katakomben verging angesichts der harten Arbeit wie im Flug. Gelegentlich suchte sich die Gruppe eine ruhige Ecke, um in der Sicherheit ihrer taktischen Formation kurz die Helme abzunehmen. Während zwei von ihnen die Umgebung sicherten, aßen und tranken die anderen beiden. Es war ein eingespieltes Team. Sobald die Vorräte verstaut waren, kehrten sie zur Arbeit zurück. Nach und nach fanden sie ausreichend Energie-Packs. Die Männer rotierten dabei nach einem festen Schema: Zwei bewegten mit Traktorstrahlen die Lasten, während die anderen beiden den Weg absicherten.


Zwiebus fühlte sich für solche Expeditionen eigentlich recht gut geschult, doch die Disziplin der anderen drei nötigte ihm echten Respekt ab. Er fragte sich, ob Jendrikon eine militärische Ausbildung beim UEEN erfahren hatte. Ob der Chef je davon erzählt hatte, wusste Zwiebus nicht mehr. Selbst in den heikelsten Situationen herrschte zwar kein Kasernenhofton, doch Jendrikons Kommandos kamen leise, bestimmt und unmissverständlich.


„So, Praktikant! Du hast die Ehre, den Reaktor zu starten. Leg mal los, Zwiebus“, forderte Cyrill ihn auf und deutete auf den massiven Hauptschalter des Reaktors. Die anderen sicherten mit gezogenen Waffen den Raum.


„Der Praktikant macht jetzt mal das Licht an!“, entgegnete Zwiebus, packte den Hebel und riss ihn mit Schwung nach unten.


Ein kurzes Rumpeln erschütterte den Boden, gefolgt von einem tiefen Brummen. Ein sonores Dröhnen erfüllte den Raum – nicht laut, aber es klang wie das Erwachen einer uralten Maschine, die nach Ewigkeiten zum ersten Mal wieder zum Leben erweckt wurde.


„Oh je!“ Cyrill deutete besorgt auf die oben verlaufenden Rohrleitungen. „Da scheint Kühlflüssigkeit auszutreten.“


„Das können wir jetzt nicht reparieren, das muss so gehen“, antwortete Jendrikon kurz und bestimmt. „Uns läuft sonst die Zeit davon.“


Ohne den Leckagen weitere Beachtung zu schenken, setzte die Gruppe ihren Weg fort, um tiefer in die Station vorzudringen. Dank des Reaktors waren die Gänge nun in ein fahles Licht getaucht. Endlich konnten sie die Korridore überblicken und etwaige Gegner frühzeitig ausmachen – auch wenn das bedeutete, dass sie nun selbst leichter zu entdecken waren. Dennoch gab ihnen die Beleuchtung ein Gefühl von Sicherheit.


Zwiebus empfand es als angenehm, nicht mit einer völlig unterkühlten SWAT-Truppe unterwegs zu sein. Man merkte die menschliche Seite selbst bei Jendrikon: Als sie vor einer endlos erscheinenden Treppe standen, fing dieser an, sehnsüchtig über die Vorzüge von Rolltreppen zu schwadronieren. Für Zwiebus war das der Beweis – tief im Inneren war er ein Zivilist.


Schließlich erreichte die Gruppe eine Reihe kleiner Wartehäuschen, die erneut an alte Bushaltestellen erinnerten. Die Schienen davor führten aus den Tiefen der Station hinaus und mündeten außerhalb des Felsens in jenem riesigen Ring, der im Vakuum den mehrere hundert Meter langen Asteroiden umschloss. Mit den Loren konnte man problemlos jedes einzelne der großen Mining-Laser-Aggregate anfahren und so die komplette Innenseite des Rings umrunden.


„Wir müssen als Erstes in die Kontrollstation und uns mit den Startprozeduren für die Mining-Laser vertraut machen“, erklärte Cyrill bestimmt.


Es war eine klare Aufgabenteilung zwischen Jendrikon und Walker erkennbar. Alles, was mit Großtechnik zu tun hatte, fiel in Walkers Metier.


„Was wir jetzt brauchen, sind die Codes, um die einzelnen Refraktoren in Betrieb nehmen zu können“, fügte er hinzu.


„Die gibt es im Kontrollzentrum!“, antwortete Jendrikon prompt.


Im Kontrollzentrum befanden sich noch zwei Plünderer. Sie wurden durch kurze Feuerstöße daran gehindert, das Vorhaben der vier Gefährten zunichte zu machen. Unbeeindruckt schritt Sulanfor über die Leichname hinweg, sicherte den notwendigen Code und kehrte schließlich zurück.


„Den ersten Code haben wir!“, rief er triumphierend.


„Zurück!“, befahl Cyrill mit fester Stimme. „Zwiebus, komm mit mir! Wir werden jetzt mit diesem Code den Refraktor C aktivieren.“


Erneut betraten sie das kleine „öffentliche Verkehrsmittel“ und fuhren an der Innenseite des gewaltigen Ringes entlang, der sich um den Asteroiden wand. Zwiebus blieb beim Anblick dieses technischen Gigantismus die Sprache weg. Nie zuvor hatte er so etwas gesehen, geschweige denn davon gehört. Sein Blick verlor sich mehrere hundert Meter tief in den dichten Nebelschwaden, die diese Station im Keega-Belt umhüllten, folgte der Krümmung des Ringes und versuchte angestrengt, ihr zukünftiges Ziel auszumachen.


Walker schien für solche erbaulichen Momente wenig übrig zu haben. Er war voll konzentriert bei der Arbeit, hatte sich jedoch weit genug im Griff, um sich mit Kommentaren über Zwiebus’ grenzenloses Erstaunen zurückzuhalten.


Jendrikon und Sulanfor waren derweil separat unterwegs. Sie versuchten, die anderen beiden Codes für die Refraktoren A und B aufzutreiben. Zwiebus vermutete, dass sich im Operator-Engineering und in der Mining-Laserkontrolle ähnliche Szenen abspielen würden, wie in der allgemeinen Kontrollzentrale, aus der sie bereits einen Code entwendet hatten.


„Tja, das ist wohl der Gang der Dinge – vor allem dann, wenn es ums Geld geht“, dachte Zwiebus ernüchtert.


Jetzt fehlten nur noch die Linsen, die geschliffen werden mussten. Jendrikon und Cyrill machten sich auf die Suche nach jenen besonderen Mineralien, die notwendig waren, um die trüben Linsen dieser uralten Anlage wieder auf Hochglanz zu bringen. Doch auch diese Aufgabe erledigten sie in bewährter Manier ohne große Begleitmusik. Schließlich war es so weit: Die Linsen waren geschliffen, der Reaktor gestartet und sämtliche Aggregate summten voller Energie. Nun galt es, den großen Asteroiden aufzubrechen.


Blackout


Die Situation war sicher. Die Gefahr, in diesem Moment von Plünderern überrascht zu werden, schien gering. Deshalb machte sich Jendrikon auf den Weg zu seiner Argo RAFT. Er wollte das Spektakel, wenn die Laser erwachten, aus der Schwärze des Weltraums betrachten. Zwiebus starrte in den langen Tunnel, in dem sich eine Linse nach der anderen aufreihte. Sie waren dazu bestimmt, einen unglaublich energiereichen Laserstrahl zu bündeln.


Die anderen arbeiteten konzentriert an den Kontrollpulten. Zwiebus stand wartend da, in Erwartung des gewaltigen Schauspiels – dem Ausbruch einer Höllenenergie. Es war die sprichwörtliche Ruhe vor dem Sturm.


Zwiebus blieb im Tunnel zurück, ganz nah an dem Ort, an dem sich die bündelnden Linsen des riesigen Mining-Lasers befanden. Er wollte sich an dem berauschen, was bald beginnen sollte. Bevor Jendrikon jedoch davonflog, rief er ihm eindringlich zu: „Zwiebus, wenn du hier bleiben willst, dann stell dich bloß nicht auf die schraffierten Flächen! Das wäre sonst dein letztes Mal gewesen!“


Zwiebus jedoch war so tief beeindruckt vom anschwellenden Rumoren der Aggregate, dass er Jendrikons Warnung vollständig überhörte.


Er sah nichts.

Er hörte nichts.

Er fühlte nichts.


Zwiebus schlug die Augen auf und fand sich am Boden liegend wieder. Er starrte auf eine schraffierte Fläche direkt vor seinem Visier. Langsam kehrte die Erinnerung zurück wie das Licht eines fernen Sterns. Der Bergbau-Laser, der nur wenige Meter neben ihm auf volle Energie hochgefahren worden war, musste eine gewaltige Hitzewelle erzeugt haben. Die schlagartige Abwärme hatte ihn erfasst und in die tiefe Schwärze der Ohnmacht gerissen.


„Wie lange habe ich hier gelegen?“, krächzte er leise, doch nur sein eigener Atem antwortete ihm im Helm. „Wo sind die anderen?“


Zwiebus tastete neben sich. Seine Handschuhe streiften mehrere leere Medpens, die achtlos im Staub lagen. Jemand hatte sich bereits um ihn gekümmert. An seiner Rüstung entdeckte er die Einstichstellen der Injektoren; dort musste das lebensrettende Adrenalin in seinen Kreislauf gepumpt worden sein. Doch von Cyrill und Sulanfor war weit und breit nichts zu sehen.


Mühsam raffte er sich auf. Die Laseranlage schien mittlerweile abgeschaltet worden zu sein, doch das Metall um ihn herum arbeitete noch. Es knisterte und knackte in der unheimlichen Stille. Zwiebus spürte die feinen Erschütterungen im Boden – das Metall, das durch die mörderische Hitze des Strahls glühend heiß geworden war, zog sich in der unerbittlichen Kälte des Weltraums langsam wieder zusammen.


Er blickte in den Tunnel, der tiefer in den Fels führte. Ganz in der Ferne tanzten schwache Lichtkegel von Helmlampen durch die Dunkelheit.


„Verdammt! Doch wieder Plünderer!“, flüsterte er grimmig.


Zwiebus entsicherte seine Waffe und presste sich flach in den Schatten. Er spähte in die entgegengesetzte Richtung, dorthin, wo die gewaltige, hunderte Meter messende Ringkonstruktion aufragte. In einigen Metern Entfernung schimmerte ein schwaches Kraftfeld. Es sorgte am Ende des Ganges für Atemluft und schirmte das Innere gegen das tödliche Vakuum des Alls ab – genau wie die Felder, die auf den großen Stationen die Landepads sicherten. Er war sich sicher, dass er dort gefahrlos hindurchtreten konnte.


Geduckt versuchte Zwiebus, den Angreifern am anderen Ende des Ganges zu entkommen. Doch sie hatten ihn bereits entdeckt. Plötzlich peitschten Gewehrsalven durch die Stille und die Projektile jaulten hinter ihm her. Einige Kugeln zerfetzten einen Sicherungskasten, an dem er gerade vorbeirobbte, und sprühten Funken.

„Ein Glück, dass der Laser seine Arbeit schon getan hat“, schoss es ihm durch den Kopf. „Die Sicherungen brauchen wir jetzt ohnehin nicht mehr!“


Mit einem verzweifelten Hechtsprung rettete er sich durch das Kraftfeld hinaus in das schweigende Vakuum.


Im Höllenschlund


Vor ihm tat sich die gigantische Felswand des Asteroiden auf – das Ziel all ihrer Bemühungen. Noch leicht desorientiert ließ Zwiebus seinen Blick an der Innenseite der gewaltigen Ringkonstruktion entlanggleiten, bis er den dort montierten Refraktor entdeckte. Auf der gegenüberliegenden Seite des Asteroiden gähnte ein glühendes, klaffendes Loch, das sich wie ein Schlund zur Hölle vor ihm auftat.


„Da stecken die jetzt drin mit der Mole?“, murmelte Zwiebus fassungslos. Der Asteroid wirkte auf ihn plötzlich wie ein monströses Weltraumungeheuer, in dessen Schlund seine Freunde nun arbeiteten – oder ums Überleben kämpften. Ihm blieb keine Wahl. Um der Sache wirklich auf den Grund zu gehen, musste er durch einen dieser glühenden Höllenschlunde hindurch. Der Asteroid war mit wertvollsten Metallen gesegnet, doch genau diese Erzadern ließen keine Funkwelle durch die massive Felswand dringen. Er musste zu Fuß hinein, oder besser gesagt: im EVA-Einsatz. „Ganz simpel eigentlich“, log er sich selbst an.


Zwiebus aktivierte die Düsen und schwebte in den gewaltigen, von den Bergbaulasern gefrästen Tunnel. Die Ränder des Durchgangs glühten noch immer in einem bedrohlichen Rot; das Gestein warf Blasen, und winzige Tropfen geschmolzenen Materials schossen an seinem Helm vorbei.


„Eindeutig! Ich muss lebensmüde sein!“, entfuhr es ihm in der Stille seines Helms. „Aber ich habe keine andere Möglichkeit.“ Die Stille im Äther war absolut. „Sie werden mit ziemlicher Sicherheit mit ihrem Raumschiff da drin sein.“ Ein flaues Gefühl der Einsamkeit überkam ihn, doch er fasste sich ein Herz. Er erhöhte den Schub seines EVA-Anzuges und glitt mit höchstmöglicher Geschwindigkeit in das glühende Inferno.


Nach vierzig Metern weitete sich der Schacht in einen gigantischen Hohlraum, eine kathedralenartige Halle von mehreren hundert Metern Länge. Als Zwiebus in das Innere schwebte, packte ihn jenes ehrfürchtige Gefühl, das ihn stets beim Anblick gewaltiger technischer Anlagen oder galaktischer Naturwunder überkam. Er fühlte sich winzig und unbedeutend, doch zugleich eins mit sich und dem Universum. Diesen Anblick würde er nie vergessen: An den Wänden der Halle tobten noch immer die enormen Energien in den Metalladern, welche die Hitze der Laser vollständig aufgenommen hatten.


„Oh! Ein Glück! Da sind sie ja!“, rief er erleichtert aus. Kaum hatte er den freien Raum erreicht, stabilisierte sich der Funkkontakt. „Seid ihr schon wieder am Arbeiten? Ihr habt mich da einfach liegen lassen, oder was?“, empörte sich der alte Mann aus Levski. „Zeit ist Geld, mein Freund!“, funkte Walker trocken zurück. „Aber mach dir keine Sorgen, du warst in Sicherheit. Da waren wir uns einig. Wir mussten nur schnell loslegen, da der Laser sich nach einer Zeit selbstständig wieder abschaltete.“


Zwiebus versuchte, seinen Puls zu beruhigen. „Safe?! So, nennen die das! Man darf das Ziel der Expedition ja nicht aus den Augen verlieren“, brummte er. „Nimm einfach die Backbord-Seitenluke der Mining-Gondel“, wies Cyrill ihn an. „Die Einstiegsluken sind jetzt frei. Da kannst du einfach reinschlüpfen.“


Doch das Manöver gestaltete sich schwieriger als gedacht. Obwohl er sich im Vakuum befand, schienen die extremen Temperaturunterschiede zwischen den Felswänden eine tückische Wirkung zu entfalten. Die glühenden Nester im Gestein erzeugten Kräfte, die ihn wie unsichtbare Aufwinde aus der Flugbahn drückten. „Das ist doch vollkommener Blödsinn! Wo sollen hier im Vakuum Aufwinde herkommen?“, fluchte er. Dennoch fühlte es sich genau so an. Jedes Mal, wenn er die Argo Mole ansteuerte, erfasste ihn eine unsichtbare Gewalt und drückte ihn weg. Nur mit Mühe und gezielten Stößen seiner Steuerdüsen konnte er verhindern, mit den glühenden Wänden zu kollidieren. „Das müssen Gase sein, die aus dem erhitzten Gestein ausströmen“, kombinierte Zwiebus verbissen. „Mit so etwas muss man wohl jederzeit rechnen!“


Es gelang ihm schließlich, mit einem gezielten Sprung an Bord zu kommen. „Schön, dass du da bist!“, rief Cyrill Walker ihm entgegen. Seine Stimme hallte blechern durch das Cockpit. „Dann kann ich ja meinen Laser-Pod endlich verlassen und mich in den Pilotensitz schwingen. Zwiebus, du übernimmst vorne den Hauptlaser! Beeil dich!“ Ohne ein Wort der Erwiderung glitt Zwiebus in den Kontrollsitz.


Kaum dass seine Finger die Armaturen berührten, fühlte er sich seltsam vertraut mit den Bedienelementen. Die Software, die Argo zur Steuerung der Laser verwendete, ähnelte frappierend jener, die Drake in der Golem verbaut hatte – jenem winzigen Solo-Miningschiff, das Kyber-Minerals Zwiebus bereits mehrfach anvertraut hatte.


In diesem Moment wurde Walkers Expertise deutlich.


„Zwiebus, gib mir die Mindestenergie und halt auf den Stein drauf!“, befahl er mit autoritärer Stimme. „Jendrikon, du ebenfalls: Mindestenergie!“


„Mindestenergie liegt an!“, antworteten Jendrikon und Zwiebus wie aus einem Mund.


„Ich klopfe jetzt mal an“, kündigte Cyrill an.


Nach und nach durchzuckten drei gleißende Mining-Laserstrahlen das dunstige Rot der glühenden Höhle. Oder ist es die Hölle?, schoss es Zwiebus flüchtig durch den Kopf.


„Zwiebus! Gib mir zwanzig mehr! Jendrikon, fünfundgreissig drauf – aber zügig!“, kommandierte Walker.


„Fünfundsechzig liegen an!“, rief Jendrikon.


„Fünfzig sind drauf!“, bestätigte Zwiebus prompt.


Sie gehorchten aufs Wort; Walker war hier zweifellos der Chef.


Die ohnehin hellen Strahlen der Helix-Laser begannen noch intensiver zu gleißen. Cyrill saß in der steuerbordseitigen Mining-Gondel und bediente einen Laser anderer Bauart, der zwar einen schwächeren Energie-Output besaß, ihm aber eine präzise Feinsteuerung des Energieflusses ermöglichte. Während Jendrikon und Zwiebus mit den sprichwörtlichen Vorschlaghämmern arbeiteten, führte Cyrill das feine Besteck. Er agierte wie ein Archäologe, der vorsichtig, aber zielgenau den Fels zum Bersten brachte. Es war faszinierend zu beobachten, mit welcher traumwandlerischen Sicherheit Walker alle drei Laser aufeinander einjustierte. Für einen Außenstehenden mochte das Aufbrechen des gewaltigen Brockens wie eine leichte Grundschulaufgabe wirken. Seine Kommandos kamen präzise und schnell. Zwiebus musste aufpassen wie ein Schießhund, um keines der leise gemurmelten Worte zu verpassen. Es war eindeutig: Walker war hier in seinem Element.


Laser und Savrilium


Savrilium nannte sich das Mineral, das hier in beträchtlichen Mengen vorkam. Doch ein anderes Mineral, das ursprünglich auf ihrer Liste gestanden hatte, fehlte völlig: Von Torite war keine Spur zu entdecken.


Sulanfor wirkte sichtlich enttäuscht. „Wir haben die Mole gerade mal zu einem Drittel befüllt, und schon ist das gesamte Vorkommen erschöpft!“, stellte er fest.


„Gut, für das nächste Mal brauchen wir dann keine Raft, da reicht ein einziges Raumschiff. Das drückt auf jeden Fall die laufenden Kosten!“, entgegnete Jendrikon, der im Geist bereits die Kalkulation für die nächste Tour erstellte.


„Ab nach Pyro Gateway!“, tönte es aus dem hinteren Teil des Cocpits.


Trotz der Gefahren war es ein erfolgreicher Mining-Trip gewesen. Der erwartete Profit sorgte natürlich dafür, dass die ZNSK unweigerlich einen weiteren Einsatz planen musste.


Zwiebus war sich sicher, dass er in den nächsten Tagen noch einiges zu tun bekommen würde.


Als er die Mole im Hangar von Pyro Gateway verlies, knackte es noch mal in seinen Helmlautsprechern. Zwiebus hörte Jendrikon feixen: „Pass beim nächsten Mal besser auf die schraffierten Flächen auf – echte Ananas ist im Nyx-System viel zu teuer, um sie als Grabbeigabe zu verschwenden!“


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