2732 – 2793 | Verlorene Systeme & Ende der Messer-Ära

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Die jahrzehntelange militärische Krise des UEE: Siege of Tiber, Fall of Virgil, innere Machtkämpfe der Messer-Dynastie, militärische Befehlsverweigerung, Revolution und schließlich das Ende des Kalten Krieges mit den Xi’an.

Beginn der Siege of Tiber

19.04.2732

Nach dem Verlust Orions im Jahr 2712 zog sich die UEE Navy in das benachbarte Tiber-System zurück und baute dort eine neue Verteidigungslinie auf. Die erwartete unmittelbare Vanduul-Invasion blieb zunächst aus. Erst am 4. Februar 2726 wurde erneut ein Vanduul-Jäger in Tiber entdeckt. Noch im selben Jahr begannen kleinere Clans mit unregelmäßigen Überfällen auf das System. (Roberts Space Industries)

Am 19. April 2732 änderte sich die Lage grundlegend. Ein größerer Vanduul-Clan drang nach Tiber ein und griff UEE-Kräfte an, die den Bereich um den Orion-Tiber-Sprungpunkt überwachten. Kurz darauf schlossen sich weitere kleinere Clans dem Angriff an. Die menschlichen Verteidiger mussten ihre Stellung aufgeben und überließen den Vanduul die Kontrolle über den Sprungpunkt. Damit begann offiziell die Siege of Tiber. (Roberts Space Industries)

High Command übertrug Grand Admiral Tesca Halimeade die Verteidigung des Systems. Er verstärkte insbesondere die Sprungpunkte nach Virgil und Oberon und stationierte sein Flaggschiff UEES Aquilon bei INS Aniene. Statt die Vanduul in großen Flottenschlachten anzugreifen, setzte Halimeade auf eine defensive Strategie und erlaubte Gefechte überwiegend dort, wo die Navy zahlenmäßig im Vorteil war. (Roberts Space Industries)

Aus dem erwarteten Abwehrkampf entwickelte sich dadurch ein jahrelanger Stellungskrieg. Bis 2733 hatten sich mehrere Vanduul-Clans auf Tiber II festgesetzt. Anfang 2734 führte die UEE eine größere Gegenoffensive durch, bei der Ablenkungsmanöver der Flotte genutzt wurden, um zahlreiche Vanduul-Stellungen aus der Luft zu bombardieren. Der Erfolg war jedoch nur vorübergehend und zog weitere Clans in das System. (Roberts Space Industries)

Quellen:

CIG – Siege of Tiber

CIG – Galactic Guide: Tiber System

Zerstörung der UEES Aquilon

15.11.2735

Im November 2735 erhielt Naval Intelligence Hinweise darauf, dass sich ein großer Vanduul-Clan in einem bislang ungewöhnlichen Teil des Tiber-Systems sammelte. Grand Admiral Tesca Halimeade verließ daraufhin mit der UEES Aquilon und einer kleineren Begleitgruppe INS Aniene, um die Lage persönlich zu untersuchen. (Roberts Space Industries)

Die Aufklärungsgruppe entdeckte, dass die Vanduul über einen zuvor unbekannten Sprungpunkt aus dem später als Vector bezeichneten System nach Tiber gelangten. Dieser befand sich in derselben Region, in der Jahre zuvor ein Vanduul-Aufklärer verschwunden war. Kurz nach ihrer Ankunft wurde die kleine UEE-Streitmacht entdeckt und geriet in einen vorbereiteten Hinterhalt. (Roberts Space Industries)

Die Aquilon wurde vollständig zerstört. Grand Admiral Halimeade und die gesamte Besatzung des Schiffes kamen ums Leben; nur wenige Begleitschiffe konnten nach INS Aniene zurückkehren. Mit Halimeades Tod verlor die UEE nicht nur ihr Flaggschiff in Tiber, sondern auch den Kommandeur, der die Kampagne seit 2732 geführt hatte. (Roberts Space Industries)

High Command ersetzte ihn durch Admiral Mira Triolo, eine entschiedene Kritikerin seiner vorsichtigen Strategie. Triolo konzentrierte die verbliebenen Kräfte zunehmend in großen direkten Angriffen und zog dafür sogar Verstärkungen aus Virgil ab. Der Verlust der Aquilon markierte damit zugleich einen grundlegenden Strategiewechsel innerhalb der Siege of Tiber. (Roberts Space Industries)

Hinweis: Die offiziellen Quellen datieren die Zerstörung der UEES Aquilon auf November 2735, nennen jedoch keinen konkreten Kalendertag. Der 15. November dient ausschließlich der chronologischen Sortierung.

Quelle:

CIG – Siege of Tiber

Die UEE erobert Tiber II vorübergehend zurück

15.11.2736

Unter Admiral Mira Triolo intensivierte die UEE ihre Angriffe im Tiber-System erheblich. 2736 ordnete Imperator Galor Messer IX zusätzlich eine massive Bombardierungskampagne gegen Tiber II an. Ziel war es, den Vanduul die Nutzung des Planeten als Versorgungs- und Operationsbasis unmöglich zu machen. Die Angriffe verwüsteten große Teile der Oberfläche so vollständig, dass der Planet später den Beinamen „Tomb“ erhielt. (Roberts Space Industries)

Im November 2736 gelang der UEE schließlich ein scheinbar entscheidender Erfolg. Ein groß angelegter Bombenangriff vernichtete die bekannten Vanduul-Stellungen auf Tiber II. Anschließend konnten Navy-Kräfte den Planeten, den Asteroidengürtel Tiber Belt Alpha und den Sprungpunkt zwischen Vector und Tiber zurückerobern. (Roberts Space Industries)

Die Lage erschien erstmals seit Jahren günstig. Zwei UEE Battle Groups wurden für Reparaturen aus dem System abgezogen, während zwei weitere Verbände zurückblieben, um die wenigen verbliebenen Vanduul-Kräfte auszuschalten. Nach vier Jahren Belagerung schien die UEE kurz davor zu stehen, Tiber tatsächlich zu sichern. (Roberts Space Industries)

Der Erfolg sollte jedoch nur wenige Wochen Bestand haben. Die Reduzierung der eigenen Kräfte fiel unmittelbar vor dem Eintreffen einer wesentlich größeren Vanduul-Streitmacht und einer Kingship Ende Dezember. Die vermeintliche Rückeroberung wurde damit zum letzten großen UEE-Erfolg vor dem vollständigen Zusammenbruch der Verteidigung. (Roberts Space Industries)

Hinweis: Die aktuellen offiziellen Quellen datieren die Rückeroberung Tiber IIs auf November 2736, nennen jedoch keinen konkreten Kalendertag. Der 15. November dient ausschließlich der chronologischen Sortierung.

Quellen:

CIG – Galactapedia: Fall of Virgil

CIG – Siege of Tiber

Zusammenbruch der Verteidigung von Tiber

29.12.2736

Am 29. Dezember 2736 kippte die militärische Lage in Tiber innerhalb weniger Stunden. Eine gewaltige Vanduul-Streitmacht unter Führung einer Kingship erschien über den Orion-Tiber-Sprungpunkt. Der Clan gehörte zu den größten und ältesten Verbänden, die das UEE bis dahin dokumentiert hatte. (Roberts Space Industries)

Die Vanduul griffen die bei INS Aniene konzentrierten UEE-Kräfte an. Besonders schwer traf es die 81st Battle Group: Innerhalb etwa eines halben Tages wurden nach aktueller Galactapedia rund drei Viertel ihrer Schiffe vernichtet. Die Verteidigungslinie, die vier Jahre lang gehalten hatte, brach zusammen. (Roberts Space Industries)

Admiral Mira Triolo befahl den verbliebenen Kräften den Rückzug in Richtung Virgil. Während Teile der 81st Battle Group bereits in das Nachbarsystem auswichen, blieb Triolo mit der 6th Battle Group zunächst zurück, um den Vormarsch der Vanduul zu verzögern. Die Siege of Tiber war damit militärisch verloren. (Roberts Space Industries)

Entgegen den Erwartungen hielten die Vanduul anschließend nicht inne, um Tiber auszubeuten. Sie besetzten den Tiber-Virgil-Sprungpunkt und folgten der zurückweichenden Navy. Damit ging der Verlust Tiber nahezu unmittelbar in die nächste Katastrophe über: die Invasion des Virgil-Systems nur wenige Tage später. (Roberts Space Industries)

Quelle:

CIG – Siege of Tiber

CIG – Galactapedia: Fall of Virgil

Fall of Virgil

02.01.2737

Der Zusammenbruch der Tiber-Verteidigung löste im benachbarten Virgil-System Panik aus. Bereits während der jahrelangen Siege of Tiber hatten viele Bewohner Cyrenes das System verlassen. Zahlreiche Menschen, denen die finanziellen Mittel zur Flucht fehlten, waren jedoch zurückgeblieben. Nach dem Rückzug der Navy aus Tiber begann eine groß angelegte Evakuierung, bei der innerhalb von drei Tagen mehr als eine Million Menschen über die Sprungpunkte nach Vega und Oberon ausgeflogen wurden. (Roberts Space Industries)

Am 2. Januar 2737 fiel die in Tiber zurückgebliebene 6th Battle Group. Nur wenige Stunden später drangen die Kingship und der sie begleitende Vanduul-Clan in das Virgil-System ein und steuerten unmittelbar auf Cyrene zu. Die Reste der 81st Battle Group konnten nur begrenzten Widerstand leisten, entschieden sich jedoch, den Angriff so lange wie möglich zu verzögern, während die letzten Evakuierungsschiffe das System verließen. Squadron 214 deckte dabei den Rückzug der Flüchtlinge. (Roberts Space Industries)

Die Vanduul erreichten Cyrene und begannen einen umfassenden Angriff auf den Planeten. Nachdem die letzten Transporte entkommen waren, brach die organisierte Verteidigung zusammen. Hunderttausende Menschen und Tevarin, die nicht mehr evakuiert werden konnten, starben während des Angriffs oder später an Hunger und Strahlenschäden. Die Oberfläche Cyrenes wurde so schwer verwüstet, dass radioaktive Asche einen nuklearen Winter auslöste. Virgil war verloren. (Roberts Space Industries)

Die angeforderten militärischen Verstärkungen trafen erst mehr als eine Woche später ein. Statt eine Rückeroberung zu versuchen, errichtete die UEE eine neue Verteidigungslinie an den verbleibenden Zugängen zum System. Mehrere spätere Aufklärungsmissionen kamen zu dem Ergebnis, dass Cyrene nicht zurückzugewinnen sei. 2743 erklärte das UEE offiziell, keine Rückeroberung Virgils zu versuchen. Der Verlust des traditionsreichen Systems erschütterte das Vertrauen in Navy und Messer-Regime nachhaltig und wird von Historikern als einer der langfristigen Faktoren auf dem Weg zur Anti-Messer-Revolution betrachtet. (Roberts Space Industries)

Quelle:

CIG – Galactapedia: Fall of Virgil

Khanos-Stadium-Putsch – Sturz Ulysses Messer X

12.08.2781

Im Jahr 2781 befand sich die Herrschaft von Imperator Ulysses Messer X zunehmend unter Druck. Während sich innerhalb der Bevölkerung eine wachsende Kultur des Widerstands entwickelte, konzentrierte sich Messer auf die Fertigstellung des monumentalen Khanos Stadiums auf Angeli im Croshaw-System. Das Bauwerk sollte zu einem Symbol seiner Herrschaft werden und war durch jahrelange zusätzliche Belastungen der Bevölkerung finanziert worden. Gleichzeitig arbeiteten seine Kinder Linton und Fiona Messer im Verborgenen daran, ihren Vater zu entmachten. Linton gewann dafür Unterstützer innerhalb des Militärs, des Senats und der Advocacy, während Fiona Kontakte zu oppositionellen Gruppen knüpfte. (Roberts Space Industries)

Am 12. August 2781 bewegte sich der imperiale Konvoi zur Eröffnung des Khanos Stadiums durch Angeli. Eine von Fiona heimlich unterstützte Widerstandsgruppe hatte zahlreiche Sprengladungen in den Fundamenten des Stadions platziert. Die Explosion fiel wesentlich stärker aus als geplant und tötete Tausende Menschen innerhalb des Stadions sowie Hunderte weitere Personen, die außerhalb des Gebäudes auf den Imperator warten mussten. (Roberts Space Industries)

Die Advocacy-Eskorte versuchte, Messer X in Sicherheit zu bringen, wurde jedoch von Militäreinheiten abgefangen, die sich Linton angeschlossen hatten. In den Straßen brachen Kämpfe zwischen Advocacy, Guard sowie Army- und Marine-Kräften aus. Ulysses Messer zog sich schließlich in ein Regierungsgebäude zurück, das von mehreren hundert Soldaten umstellt wurde. Als deutlich wurde, dass seine Verteidiger die Stellung nicht halten konnten, nahm sich Messer X noch in derselben Nacht mit seiner zeremoniellen Pistole das Leben. (Roberts Space Industries)

Nach dem Putsch wurde Linton als Messer XI zum neuen Imperator eingesetzt. Die Revolutionäre, die Fiona für den Anschlag angeworben hatte, ließ er anschließend wegen Hochverrats verhaften und hinrichten. Der Machtwechsel verlängerte die Messer-Herrschaft zwar um weitere elf Jahre, doch die während des Komplotts entstandenen Kontakte und Strukturen stärkten zugleich jene Widerstandsbewegung, die später zum endgültigen Sturz der Dynastie beitragen sollte. (Roberts Space Industries)

Quellen:

CIG – This Day in History: The Beginning of the End

CIG – Portfolio: Crusader Industries

Akari-Kr.ē-Abkommen – Das militärische Tauwetter beginnt

29.05.2789

Mehr als zwei Jahrhunderte nach dem ersten Kontakt zwischen Menschen und Xi'an war die Perry Line noch immer von militärischem Misstrauen geprägt. Während Imperator Linton Messer XI an der Konfrontationspolitik seiner Vorgänger festhielt, suchte Senator Terrence Akari von Terra eigenmächtig nach einem Ausweg. 2789 überschritt er die Perry Line und traf auf Tohil III mit einer Xi'an-Delegation unter Führung von Imperator T.uēng se Kr.ē zusammen. Über mehrere Tage handelten beide Seiten die Grundlagen eines Friedensabkommens aus. (Roberts Space Industries)

Am 29. Mai 2789 berief Akari während einer Abwesenheit Messer XI eine außerordentliche Sitzung des UEE-Senats ein. Er legte das ausgehandelte Abkommen vor und ließ unmittelbar darüber abstimmen. Obwohl der Imperator nicht rechtzeitig genügend politische Unterstützung mobilisieren konnte, fiel das Ergebnis knapp aus. Der Senat nahm das Abkommen an. (Roberts Space Industries)

Rechtlich blieb die Entscheidung ohne die Unterschrift des Imperators unverbindlich. Messer XI verweigerte seine Zustimmung. Die Xi'an demonstrierten dennoch ihre Bereitschaft zur Deeskalation und zogen ihre militärischen Kräfte aus den Systemen der Perry Line zurück. UEE-Kriegsschiffe patrouillierten dort weiterhin, doch die unmittelbare militärische Konfrontation, welche die Grenze über Jahrhunderte geprägt hatte, begann damit faktisch zu enden. (Roberts Space Industries)

Das Akari-Kr.ē-Abkommen beendete den Xi'an-Human Cold War noch nicht offiziell. Politisch und militärisch stellte es jedoch einen entscheidenden Wendepunkt dar. Ein zentraler Bestandteil der Messer-Propaganda – die fortwährende Gefahr eines unmittelbar bevorstehenden Xi'an-Krieges – verlor an Wirkung, während sich zugleich zeigte, dass Senat und andere staatliche Institutionen zunehmend bereit waren, sich dem Imperator offen zu widersetzen. Der formelle Abschluss des Konflikts sollte erst vier Jahre später mit dem Perry Line Pact erfolgen. (Roberts Space Industries)

Quellen:

CIG – Galactapedia: Akari-Kr.ē Treaty

CIG – This Day in History: The Perry Line Pact

Squadron 78 verweigert den Bombardierungsbefehl

15.02.2791

In den letzten Jahren der Messer-Herrschaft wurden militärische Einheiten zunehmend zur Einschüchterung politischer Gegner und zur Niederschlagung innerer Unruhen eingesetzt. Anfang 2791 erhielt auch die traditionsreiche 78th Squadron, die „Thundering Thorshu“, einen solchen Auftrag. Ihre Retaliator-Bomber wurden mit doppelten Ladungen Antimaterietorpedos ausgerüstet und sollten einen bewohnten Mond im Ferron-System zerstören, auf dem sich angeblich ein Trainingslager radikalisierter Aufständischer befand. (Roberts Space Industries)

Nach einem rund vierstündigen Flug vom Sprungpunkt erreichte die Staffel ihr Zielgebiet. Die Sensoren zeigten jedoch keine bewaffnete Rebellenbasis, sondern ein landwirtschaftliches Zentrum ohne erkennbare Waffen oder Schiffe. Kommandantin Lisa Cahillier nahm entgegen dem Missionsprotokoll direkten Kontakt zu den Bewohnern auf. Diese erklärten, dass die Siedlung von Menschen gegründet worden war, die vor den zunehmenden politischen Unruhen geflohen waren. Zehntausende Bewohner befanden sich damit innerhalb des vorgesehenen Zielgebietes. (Roberts Space Industries)

Cahillier meldete ihre Erkenntnisse und empfahl, den Angriff wegen des fehlenden militärischen Ziels abzubrechen. Ihre Vorgesetzten wiederholten jedoch den Feuerbefehl. Schließlich schaltete sich Admiral Lorna Gestala persönlich ein und befahl der 78th Squadron, das Ziel zu vernichten. Cahillier gab daraufhin den Abschussbefehl, ließ die Torpedos jedoch auf einen hinter der Siedlung gelegenen Asteroiden programmieren. Die Geschosse flogen über das Ziel hinweg und vernichteten stattdessen den unbewohnten Himmelskörper. (Roberts Space Industries)

Nach ihrer Rückkehr wurden die Offiziere der Staffel verhaftet und die übrigen Angehörigen interniert. Das Messer-Regime plante offenbar, die Einheit später öffentlich für ihre Befehlsverweigerung zu bestrafen. Dazu kam es nicht mehr. Nach ungefähr achtzehn Monaten Haft wurden die Mitglieder der Squadron nach dem Sturz Messer XI freigelassen und von der neuen Regierung rehabilitiert. Die Einheit wurde anschließend als Symbol dafür dargestellt, dass selbst innerhalb der Streitkräfte Widerstand gegen offensichtlich verbrecherische Befehle möglich gewesen war. (Roberts Space Industries)

Hinweis: Die offiziellen Quellen datieren die Befehlsverweigerung der Squadron 78 lediglich auf „Anfang 2791“. Der 15. Februar dient ausschließlich der chronologischen Sortierung innerhalb der Timeline und ist kein kanonisch belegter Einsatztag.

Quellen:

CIG – Portfolio: 78th Squadron

CIG – Galactic Guide: Ferron System

Anti-Messer Revolution – Ende der Messer-Ära

12.04.2792

Der Widerstand gegen die Messer-Dynastie war über Jahrzehnte gewachsen. Die Ermordung von Anthony Tanaka, die zunehmende Repression des Regimes und schließlich das Akari-Kr.ē-Abkommen hatten die Autorität der Regierung immer weiter untergraben. Zum unmittelbaren Auslöser des offenen Aufstands wurde jedoch Garron II. Messer XI hatte die Terraforming-Rechte des Planeten verkauft, obwohl dort eine intelligente einheimische Spezies lebte. Durch das Terraforming wurde diese Spezies gemeinsam mit einem Großteil des übrigen Lebens des Planeten ausgelöscht. (Roberts Space Industries)

Die Aktivistengruppe Tide gelangte an Bildmaterial über die Ereignisse und unterbrach am 12. April 2792 Spectrum-Übertragungen im gesamten UEE, um die Aufnahmen zu verbreiten. Dieser Zeitpunkt bildet in der offiziellen Erzählung den ersten Tag der offenen Revolution. Bereits wenige Stunden später kam es zu nicht genehmigten Versammlungen und Auseinandersetzungen mit Sicherheitskräften. Am folgenden Tag ordnete High Command die Sperrung des intersystemischen Verkehrs an und autorisierte tödliche Gewalt gegen Schiffe, die militärischen Anweisungen nicht Folge leisteten. (Roberts Space Industries)

Die Unruhen breiteten sich trotzdem weiter aus. Army, Polizei und andere Sicherheitskräfte wurden gegen Demonstrierende eingesetzt, während oppositionelle Gruppen ihre Kommunikation trotz der Kontrolle der CommRelays aufrechterhalten konnten. Während der folgenden Wochen eskalierte die Lage zunehmend. In einem besonders schweren Zwischenfall wurden mehr als 230 friedliche Demonstrierende auf Vale durch Militär- und Polizeikräfte getötet. Der Versuch des Regimes, den Widerstand mit Gewalt zu brechen, verstärkte die Aufstände weiter. (Roberts Space Industries)

Nach insgesamt 22 Tagen brach die Messer-Herrschaft zusammen. Linton Messer XI wurde entmachtet, Fiona Messer verschwand und Erin Toi übernahm das Amt des Imperators. Der 3. Mai 2792 wird in späteren offiziellen Quellen als Ende beziehungsweise Sturz des Messer-Regimes geführt. Damit endete nach 246 Jahren die Messer-Ära. Die neue Regierung begann anschließend damit, politische Institutionen wiederherzustellen und Mechanismen einzuführen, die eine erneute Konzentration nahezu unbegrenzter Macht im Amt des Imperators verhindern sollten. (Roberts Space Industries)

Quellen:

CIG – Galactic Guide: Garron System

CIG – 2792: The Tide Rises

CIG – Galactapedia: Anti-Messer Revolution

Perry Line Pact – Ende des Xi'an-Human Cold War

05.07.2793

Nach dem Sturz des Messer-Regimes konnte die neue Regierung unter Imperator Erin Toi die bereits 2789 begonnene Annäherung an das Xi'an-Imperium offiziell fortsetzen. Für die diplomatischen Gespräche ernannte Toi den Xi'an-Experten Ramon Coen zum Botschafter. Eine der ersten grundlegenden Fragen war die Zukunft der acht Systeme der ehemaligen Perry Line, die über Jahrhunderte als militärische Pufferzone zwischen beiden Reichen gedient hatten. (Roberts Space Industries)

Coen entwickelte nach umfangreichen Untersuchungen einen 92-seitigen Vorschlag. Dieser sah drei zentrale Maßnahmen vor: UEE und Xi'an sollten gemeinsam die in den ehemaligen Grenzsystemen verbliebenen Antischiffsminen aufspüren und beseitigen, die acht Systeme gleichmäßig zwischen beiden Reichen aufteilen und die Grenzen der von Coen als „Transitional Systems“ bezeichneten Region grundsätzlich für Menschen und Xi'an offenhalten. Die ehemaligen Schlacht- und Pufferzonen sollten dadurch zu einem sichtbaren Symbol der Zusammenarbeit werden. (Roberts Space Industries)

Besonders schwierig war die Zukunft des Oya-Systems. Auf Oya III hatte bereits vor der Einrichtung der Perry Line eine Xi'an-Siedlung bestanden. Beide Seiten beanspruchten das System, wodurch die Verhandlungen beinahe scheiterten. Im sogenannten Coen Compromise erhielt das UEE schließlich die Kontrolle über Oya, während das ehemalige Siedlungsgebiet auf Oya III unter souveräner Xi'an-Kontrolle blieb. Virtus, Pallas, Hadur und Indra gingen an das Xi'an-Imperium; Tohil, Oya, Gurzil und Horus wurden dem UEE zugesprochen. (Roberts Space Industries)

Am 5. Juli 2793 ratifizierten und unterzeichneten beide Seiten den Perry Line Pact. CIG bezeichnet diesen Tag ausdrücklich als das offizielle Ende des Xi'an-Human Cold War. Die ehemalige militärische Grenzzone verlor damit ihre bisherige Funktion und wurde schrittweise demilitarisiert. Nach mehr als zwei Jahrhunderten gegenseitigen Misstrauens begann zwischen dem UEE und dem Xi'an-Imperium damit eine neue diplomatische Phase. (Roberts Space Industries)

Quellen:

CIG – This Day in History: The Perry Line Pact

CIG – Galactic Guide: Hadur System