- Vorname:
- Cora
- Nachname:
- Vance
- Größe
- 176
- Haarfarbe
- Schwarz
- Augenfarbe
- Braun
- Sozialer Status
- Citizen
- Heimatssystem:
- Stanton
- Geburtsdatum:
- 11.06.2921
- Geburtsort:
- ArcCorp
- Beruf(e):
- InterSec Main Contractor
- Merkmale:
- Diszipliniert, aber nicht blind gehorsam – folgt Logik, nicht Hierarchie Sparsam mit Worten, direkt bis zur Unhöflichkeit Emotional schwer greifbar, hält bewusst Distanz Kühle, präzise Lagebeurteilung auch unter Druck Tiefes Misstrauen gegenüber Institutionen jeder Art Braucht die Kontrolle – Abhängigkeit von anderen liegt ihr nicht Respektiert Kompetenz, ignoriert Status Schläft besser im Cockpit als in jedem Hab-Modul
- Handle:
- Cora_Vance
OOC-Kurzfassung
Cora ist eine ehemalige UEE-Navy-Pilotin mit 17 Jahren Diensterfahrung, spezialisiert auf schwere Jäger und Grenzsicherung. Nach ehrenhafter Entlassung 2956 zog sie sich aus dem UEE-Raum zurück und operiert seitdem als freie Contractorin in Nyx. Aktuelles Arbeitsschiff: Mirai Guardian.
Stärken im RP: Taktisches Denken, Zuverlässigkeit im Einsatz, klare Kommunikation, Loyalität gegenüber Einzelpersonen die sie respektiert.
Schwächen im RP: Starkes Kontrollbedürfnis, emotionale Distanz, tiefes Institutionsmisstrauen, schwierig in teamabhängigen Situationen ohne klare Rollenverteilung.
Grenzen: Kein blinder Gehorsam, keine Konzernloyalität, keine Verhandlungen mit Zielen im aktiven Einsatz.
InterSec-Status
Cora hält keinen festen Anstellungsvertrag bei InterSec Defense Solutions. Sie operiert als unabhängige Contractorin auf Vertragsbasis – InterSec ist ihr aktuell bevorzugter Auftraggeber in Nyx, kein Arbeitgeber. Entscheidungsgewalt, Schiff und Ausrüstung liegen vollständig bei ihr. Sie nimmt Aufträge an, wenn Konditionen und Ziel stimmen – und lehnt ab, wenn sie es nicht tun.
Akte: Cora Vance
Ursprünge (2921 – 2939)
Ort: ArcCorp, Area 18 (Wohnsektor 4)
Wer auf ArcCorp geboren wird, sieht den Himmel nicht. Als ich 2921 in einem der überfüllten Wohnblöcke tief unterhalb der glitzernden Landezonen von Area 18 zur Welt kam, bestand meine Realität aus künstlichem Licht, dem permanenten Dröhnen der Atmosphärenwandler und dem sauren Geruch nach Ozon und billigem Soja-Kaf.
Auf einem Planeten, der ein einziger gigantischer Fabrikkomplex ist, regiert nicht der Senat auf Terra, es regiert der Megakonzern. Die UEE mag formell die Jurisdiktion behalten haben, doch im Alltag der unteren Ebenen spürte man davon nichts, außer vielleicht an der UEE Advocacy-Filiale im IO-North Tower, die für die meisten meiner Nachbarn genauso gut auf einem anderen Planeten hätte sein können. Meine Eltern waren typische Vertragsarbeiter, eingeklemmt zwischen den Interessen von ArcCorp und den Dutzenden Untermieter-Konzernen, die sich den Planeten mit ihnen teilten. Jeden Morgen um 0600 stiegen sie in den Cityflight Transit, jeden Abend um 2000 kamen sie zurück, zu erschöpft, um noch ein Wort zu wechseln. Ihr Leben war eine endlose Tabelle aus Schichtplänen, Produktionsquoten und den monatlichen Mietabzügen für unser winziges Hab-Modul.
In den tieferen Ebenen der Stadt wächst man schnell auf. Man lernt, den patrouillierenden Einheiten von BlacJac Security aus dem Weg zu gehen – dem privaten Sicherheitsunternehmen, das ArcCorp seit 2906 als de-facto-Polizeitruppe des Planeten einsetzt. Technisch gesehen hüten sie Recht und Ordnung. Praktisch gesehen bist du für sie im besten Fall ein Ärgernis und im schlimmsten Fall eine Zielübung, wenn du aus der falschen Ebene kommst. Die Schulen des Konzerns bereiteten uns nicht auf das Leben vor, sondern auf die Fließbänder. Uns wurde beigebracht, wie man Maschinen wartet, wie man Inventarlisten führt und wie man Befehle von Abteilungsleitern befolgt. Der Weg war vorgezeichnet: Werde achtzehn, unterschreibe deinen unbefristeten Arbeitsvertrag und stirb vierzig Jahre später an einer Staublunge.
Aber je älter ich wurde, desto mehr widerte mich dieses System an. Ich beobachtete die endlosen Ströme der Frachter, die hoch oben durch den Smog in den Orbit brachen. Ab und zu sah man die silbergrauen, messerscharfen Silhouetten der UEE Navy, wenn sie auf Patrouille oder für diplomatische Eskorten in die Atmosphäre eintauchten. Diese Schiffe standen für das genaue Gegenteil meiner Welt: strukturiert, makellos, diszipliniert. Sie gehörten keinem Konzern, der Profitmargen zählte. Sie gehörten einer Struktur an, in der Leistung und Härte mehr zählten als die Geburtsurkunde.
Mit sechzehn traf ich meine Entscheidung. Ich hörte auf, den Lehrplänen von ArcCorp Beachtung zu schenken, und begann mich physisch vorzubereiten. Während die anderen Teenager ihre spärlichen Credits in den Neon-Clubs der mittleren Ebenen verbrannten, verbrachte ich meine Zeit in den verlassenen Wartungsschächten, trainierte meine Ausdauer und lernte die Grundrisse militärischer Taktik aus alten Datenpads, die ich auf dem Schrottmarkt erstanden hatte.
An meinem achtzehnten Geburtstag, im Jahr 2939, tat ich das, was auf ArcCorp als stiller Verrat am Konzern gilt. Ich ging nicht zur Schichtzuteilung. Ich packte eine einzige Tasche, nahm den Cityflight Transit hoch zu Area 18, wo die Luft etwas dünner und das Licht etwas heller war, und marschierte direkt in das Rekrutierungsbüro der UEE Navy.
Der Rekrutierungsoffizier musterte mich, ein blasses Kind aus den unteren Ebenen, das nach Maschinenöl und Smog roch. Er fragte mich, ob ich bereit sei, mein altes Leben aufzugeben und dem Empire zu dienen, um mir die offizielle Citizenship zu verdienen.
Ich unterschrieb, ohne auch nur eine Sekunde zu zögern. Am selben Nachmittag saß ich in einem Truppentransporter in Richtung Orbit. Als ArcCorp unter mir zu einer dreckigen, orange leuchtenden Kugel zusammenschrumpfte, sah ich zum ersten Mal in meinem Leben die echten Sterne.
Der Dienst (2939 – 2956)
Ort: UEE Navy, Naval Station MacArthur (Kilian V) & wechselnde Einsätze
Der Flug zur Navy-Basis auf MacArthur, dem fünften Planeten des Kilian-Systems und Hauptquartier der gesamten UEE Navy, war ein Schock. Von den dreckigen, vom Smog erstickten Gassen ArcCorps wurde ich direkt in das glänzende, gnadenlose Herz der UEE-Militärmaschinerie geworfen, hinein in die Schatten der gigantischen Trockendocks, in denen Bengal-Träger wuchsen wie Kathedralen aus Stahl.
Die Flight Academy war nicht dazu da, dir das Fliegen beizubringen, sie war darauf ausgelegt Schwäche auszusortieren. Wer zögerte, flog raus. Wer Befehle hinterfragte, flog raus. Ich zögerte nie. Die Disziplin, die andere zerbrach, war für mich ein Befreiungsschlag. Endlich gab es klare Regeln und ein Ziel, das nicht aus den Profitmargen eines Megakonzerns bestand.
Meine ersten Jahre verbrachte ich als Frischling in einer Aegis Gladius. Standardzuteilung für junge Piloten und sie war eine gute Schule. Der leichte Jäger verzeiht keine Fehler, aber er bestraft sie mit Konsequenz und Ehrlichkeit. Ich lernte, Raum zu lesen, Winkel zu berechnen und im Cockpit ruhig zu bleiben, wenn der Druck steigt. Geleitschutz, Routinepatrouillen, erste Scharmützel an ruhigen Grenzen. Die Gladius hat mir das Handwerk beigebracht.
Der Wendepunkt kam im Oktober 2945. Der Vanduul-Angriff auf Aremis – Vega II. Admiral Ernst Bishop hatte mit der 2. Flotte die Vanduul-Vorhut bereits verfolgt und war im System, als der Clan mit seiner Kingship den Sprung wagte und den Planeten angriff. Meine Staffel war mittendrin. An diesem Tag verlor ich meine Naivität. Ich lernte, dass Präzision und Wendigkeit allein dir nichts nützen, wenn ein Vanduul-Scythe im Rudel aus einer Kingship ausbricht und dir den Fluchtweg abschneidet. Ich sah, wie gut ausgebildete Piloten in leichten Jägern gegen schiere Masse und brutale Feuerkraft verloren. Ich überlebte Vega II, aber ich zog meine Lehren daraus: Gegen Vanduul-Verbände braucht es nicht nur Geschwindigkeit – es braucht Standhaftigkeit, Durchschlagskraft und die Fähigkeit, unter Dauerbeschuss die Kontrolle zu behalten.
Nach Vega beantragte ich sofort die Versetzung. Raus aus den leichten Maschinen, rein in die schweren Jäger. Die Navy steckte mich in eine Einheit für tiefe Raumüberwachung und Grenzsicherung. Wir operierten an den Rändern des UEE-Raums. Keine Paraden auf Terra, keine glänzenden Medaillen für die Kamera nur stundenlange, kalte Patrouillen im Dunkeln und kurze, brutale Gefechte mit Piraten-Syndikaten und Vanduul-Vorhuten. In diesen massiveren Chassis lernte ich ein anderes Handwerk: nicht das elegante Ausweichen des Leicht Jägers, sondern das kontrollierte Einbringen von Druck in Position bleiben, Feuerkraft auf den Punkt bringen, den Gegner unter Kontrolle halten, bis er aufgibt oder zerfällt.
Doch je höher ich im Rang stieg, desto mehr sah ich die hässliche Fratze des Empires. Die Politik hinter den Kulissen. Das Zögern des Oberkommandos, wenn es um den Schutz irrelevanter Randwelten ging. Befehle, die keinen taktischen, sondern nur noch politischen Sinn ergaben. Die UEE Navy war am Ende auch nur eine riesige Bürokratie, nur eben mit Railguns statt Stempeln.
2956 war meine Dienstzeit offiziell erfüllt. Ich war 35 Jahre alt. Ich hatte mir meine Citizenship mit Schweiß, Blut und zerschossenen Hüllenpanzerungen erkauft. Der Rekrutierungsoffizier legte mir die Papiere für eine Verlängerung vor, aber ich ließ den Stift liegen. Ich war ausgebrannt von der militärischen Befehlskette. Ich nahm meine ehrenhafte Entlassung an, packte meine Tasche und sagte mir, ich würde draußen etwas finden, das sich weniger wie ein Käfig anfühlte.
Der Weg nach Nyx (2956 – Heute)
Ort: Nyx-System, Levski
Als ich 2956 meine Entlassungspapiere unterschrieb und die Basis auf MacArthur hinter mir ließ, gab es keinen Moment der Orientierungslosigkeit. Keine romantischen Illusionen von einem ruhigen Leben in den Kernwelten. Die UEE fühlte sich am Ende nur noch an wie ein zu eng geschnürtes Korsett aus politischer Bürokratie und Heuchelei. Wer einmal in einem schweren Jäger gesessen und gesehen hat, worauf es im absoluten Chaos wirklich ankommt, für den wird die zivile Stille der inneren Systeme unerträglich.
Ich brauchte keine Resozialisierung und erst recht keinen zivilen Schreibtischjob. Ich brauchte einen Ort, an dem die Regeln so hart, logisch und unmissverständlich sind wie die Physik eines Feuergefechts.
Dieser Ort war Nyx.
Fernab jeder UEE-Beanspruchung, fernab der Advocacy. Nyx ist kein System, das dem Empire genommen wurde – es ist eines, das es nie wollte. Die People's Alliance hat sich in den Jahrzehnten nach dem Ende der Messer-Ära hier eingenistet: in Levski, tief im Glaciem Ring auf dem Asteroiden Delamar. Offiziell als nicht terraformierbar abgeschrieben, praktisch ein Ort, an dem keine Gesetze gelten, über die Politiker in klimatisierten Büros auf Terra abstimmen. Nur Verträge, Credits und die Waffen, mit denen man beides sichert.
Ich zog meine dunkelgraue Flightsuit an und heuerte direkt bei InterSec an. Als freie Contractorin.
Die Auszahlungen der ersten Kopfgeld- und Sicherheitsverträge flossen direkt in das Arbeitsgerät, das hier draußen Sinn ergibt. Keine Kompromisse, keine Allrounder. Ich holte mir die Mirai Guardian.
Mirai – die Performance-Division von MISC – hat mit der Guardian ihre Kernphilosophie aus der Snub-Klasse in den Bereich der schweren Kampfmaschinen übertragen. Das Ergebnis ist ein Precision Brawler: wendig genug, um Engagements zu kontrollieren, stark bewaffnet genug, um jeden Gegner unter dauerhaften Druck zu setzen. Kein stumpfer Panzer, der Treffer schluckt – sondern ein Schiff, das den Rhythmus des Gefechts diktiert. Mit ihrer dunklen Lackierung verschmilzt die kompakte Silhouette der Guardian perfekt mit der abgrundtiefen Dunkelheit der Asteroidenfelder des Glaciem Ring. Wenn ein Ziel auf meinem Radar auftaucht, bleiben die Comms kristallklar und kalt. Es gibt keine Warnschüsse und keine Verhandlungen. Wenn die Zielpersonen meine Triebwerkssignatur auf ihren Scannern bemerken, stehen die zwei Size-5-Kanonen bereits auf sie zentriert.
Meine Loyalität gehört nicht mehr dem Empire und schon gar keinem Megakonzern auf ArcCorp. Sie gehört dem nächsten InterSec-Vertrag, der Guardian und der absoluten Ruhe, die nur dann eintritt, wenn die Kühlaggregate nach einem Einsatz den Reaktor wieder herunterfahren.