Umgang mit IC-Konflikten, Sicherheitsregeln und Eventstörungen

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  • Hallo zusammen,

    im Forum der A3-Patrouille entstand eine Diskussion, die vor allem die AHC und den Umgang mit Konflikten bei größeren RP-Events betrifft. Damit das Thema am passenden Ort weitergeführt werden kann, möchten wir den Austausch hier bündeln.

    Dabei geht es darum, den friedlichen Charakter der AHC zu schützen, ohne IC-Konflikte vollständig durch OOC-Regeln auszuschließen. Bestimmte Charakterkonzepte wie Outlaws oder Piraten sollen nicht grundsätzlich ausgeschlossen werden, solange sie sich an die Veranstaltungsregeln halten.

    Vergangene Vorfälle haben jedoch gezeigt, dass Waffen, Diebstähle oder andere Störungen den Ablauf und das RP vieler Teilnehmer beeinträchtigen können. Deshalb möchten wir gemeinsam klären, wie Regeln verständlicher formuliert, konsequenter umgesetzt und IC- sowie OOC-Ebene sinnvoll getrennt werden können.

    Dabei stellen sich unter anderem folgende Fragen:

    • Welche Regeln gelten ausschließlich IC und welche benötigen zusätzlich eine OOC-Grundlage?
    • Wie gehen wir mit Waffen, Kopfgeldjagden, Festnahmen, Sabotage oder persönlichen Konflikten während der AHC um?
    • Woran erkennen wir den Unterschied zwischen einer legitimen IC-Störung und einer bewussten OOC-Störung des Events?
    • Welche Konsequenzen sind bei Regelverstößen angemessen?
    • Unter welchen Auflagen können bereits negativ aufgefallene Charaktere erneut teilnehmen?
    • Welche Aufgaben übernimmt die eingesetzte PMC beziehungsweise das IC-Sicherheitspersonal?
    • Wie können Regeln durchgesetzt werden, ohne dass die gesamte Veranstaltung bei einem Vorfall zum Stillstand kommt?
    • Wie stellen wir sicher, dass alle Teilnehmer die Regeln und möglichen Konsequenzen bereits vor Beginn kennen?

    Bitte nutzt diesen Thread, um eure Sichtweisen, Erfahrungen und konkrete Vorschläge einzubringen. Besonders hilfreich wären umsetzbare Ideen für ein zukünftiges Sicherheits- und Regelkonzept der AHC. Wichtig ist uns dabei eine sachliche Diskussion, die nicht auf einzelne Personen oder frühere Fehler reduziert wird.

    Im Mittelpunkt steht, welche Lösungen wir für kommende Veranstaltungen entwickeln können.

    MfG

  • Im RP gibt es immer 2 "Ebenen" (IC-Ebene und OOC-Ebene), wobei die IC-Ebene über der OOC-Ebene schwebt. Für RP-Events, 🤔 eigentlich könnte man alle RP-Treffen darunterfallen lassen bis zum Treffen 2er Personen, muss immer beides mitgedacht werden. Je größer das Treffen, desto wichtiger wird aber die OOC-Ebene, insbesonderen in Bereichen die nicht durch Spielmechaniken geschützt sind. Dort muss dann auch zwischen der IC-Sicherheit und der OOC Sicherheit unterschieden werden. Die OOC-Sicherheit hat zu gewährleisten, dass das Treffen nicht von "externen Kräften" (nicht Rollenspieler) gestört wird und kann auch OOC durchgeführt werden. Die IC-Sicherheit wird aktiv von Rollenspieler bespielt und handelt dementsprechend auch aus IC-Perspektive. OOC-Störungen sind bereits nach Nr. 15 unserer Richtlinien auf OOC-Ebene sanktionierbar (bis hin zum grundsätzlichen Ausschluss vom RPU (Discord- und Kantinen-Bann)). Störungen auf IC-Ebene können auch nur auf IC-Ebene geahndet werden. Von wem ist den Rollenspielern selbst überlassen. Hier kann aber tatsächlich auch der Ausschluss von Events erfolgen wenn der Charakter, nicht der Spieler, bereits negativ aufgefallen ist. Grundsätzlich rate ich zu Fingerspitzengefühl was Sanktionen angeht. Der Ausschluss sollte sowohl IC als auch OOC immer das letzte Mittelsein. Eine Alternative ist immer noch die Teilnahme unter besonderen Voraussetzung auf IC-Ebene z.B. keine eigene Ausrüstung, besondere Beobachtung oder nur Zugang zu bestimmten Bereichen. PS: Es sollte auch einen Unterschied machen, ob man trotz Verbot eine Granate mitführt oder zündet.

  • Verzwickt wir die Lage bei der Trennung zwischen OOC- und IC-Störung. Hier hängt viel vom Einzelfall und der Situation ab. Wenn z.B. ein Spieler sich mit einem Scharfschützengewehr am Rand eines Events positioniert um auf die Teilnehmer zu schießen dann sieht das nach einer OOC-Störung aus und kann von der OOC-Sicherheit bekämpft werden und auch auf OOC-Ebene vom RPU geahndet werden. Wenn dieser Spieler aber IC einen Kopfgeldauftrag hat, dann ist diese Störung auf IC-Ebene zu behandeln und evtl. selbst ein Kopfgeld auf diesen Spieler auszusetzen, sofern der Name bekannt ist. Heißt er hat zwar gegen die IC-Regeln des Events verstoßen, aber nicht gegen die Richtlinien des RPU. Um hier Missverständnissen vorzubeugen würde ich empfehlen auf OOC-Ebene den Event Organisator vorab zu Informieren.
    Persönliche Meinung zum Thema Power-RP: Konflikte gehören zum RP dazu. Wie oben angesprochen hat man selbst im Feuergefecht die Wahl zurück zuschießen oder zu fliehen. Grundsätzlich ist auch hier Fingerspitzengefühl gefragt. Diskussionen zu diesem Thema sind aber definitiv in einem anderen Kanal besser aufgehoben.

  • So oder so hoffe ich einfach, dass sich das Event vielleicht an die Dynamischen Zeiten von SC und dem aufkommen und auseinanderbrechen der Orgas einstellen kann. Ich unterstütze dieses Jahr auch wieder die ZNSK und hoffe einfach, dass diesmal alles etwas besser läuft.

  • Ich möchte mir zu dem Thema auch mal was von der Seele reden. Da ich mich, wenn es um Planung & Umsetzung geht, zwangsweise irgendwie immer indirekt angesprochen fühle...

    Ich kann die genannte Kritik sehr gut nachvollziehen. Aber dabei muss auch berücksichtigt werden, dass wir bei der InGame-Umsetzung nur mit den Mitteln und Ressourcen arbeiten können, die uns tatsächlich zur Verfügung stehen.

    Das betrifft besonders die Sicherheit der AHC. Wenn sich keine Organisation oder nicht genügend Personen bereit erklären, die AHC als Security zu unterstützen, fällt die Absicherung zwangsläufig geringer aus. Das Sicherheitskonzept kann auf dem Papier noch so gut sein, am Ende braucht es Rollenspieler, die diese Aufgaben übernehmen und die Regeln im RP auch tatsächlich durchsetzen wollen.

    Ähnlich verhält es sich mit dem Abendprogramm und dem Ablauf der AHC. Wir können die teilnehmenden Organisationen dazu ermutigen, eigene Programmpunkte, Vorführungen, Gesprächsrunden oder andere Aktivitäten anzubieten. Wir können dafür Werben und sie bei der Umsetzung unterstützen. Wenn jedoch kein Interesse besteht oder niemand die notwendige Zeit investieren möchte, können wir ein abwechslungsreiches Programm nicht erzwingen.

    Die AHC steht und fällt daher zu einem großen Teil mit dem Engagement und dem Commitment, das die Teilnehmer und beteiligten Organisationen bereit sind einzubringen. Die Verantwortung kann nicht allein bei ein oder zwei Organisatoren liegen. Damit sich das Event weiterentwickeln kann, braucht es Menschen, die nicht nur Verbesserungsvorschläge äußern, sondern auch bereit sind, einzelne Aufgaben zu übernehmen und diese aktiv mitzugestalten.

    MfG

  • Dieser Kritik kann ich durchaus zustimmen, auch wenn ich anmerken will, dass in den letzen Jahren einiges an Engagement von Seiten der Community kam, sei es um z.B. die AHC finanziell, materiell, personell oder organisatorisch zu unterstützen. Die Kritik, dass sich am Sicherheitskonzept oder an der "Offenheit" für kriminelle Interessen bisher jedoch nichts geändert hat, schmälert die Motivation sich noch aktiv einzubringen eben so weit, dass man nur noch teilnimmt und das auch eher wie <@280186363440136193> schon sagte eher aus OOC-motivation.

  • Genau genommen: ja.

    Wenn ich ein Event für Miner mache, dann mache ich ein Event für Miner. Wir wollen minern gehen. Es wird kein Kampfevent, ich plane keine Aktionen für Piraten, kein PvP und ich plane nicht mal trading. Wer traden will, sollte nicht zu einem Mining Event gehen und sich da beklagen, dass ja nur geminert wird und nicht getradet 🙂 .

    Genauso sieht es auch umgekehrt aus: plane ich einen Kampfeinsatz oder mache bei einer A3 Patrouille mit, kann ich mich ja auch nicht beschweren, dass da zu wenig geminert wird.

    Es werden immer Spieler "ausgeschlossen", wenn man einen Plan hat und sich vornimmt, etwas bestimmtes zu machen.
    Klar kann man auch "kommt mal alle her, wir machen irgendwas und schauen, was draus wird" ausrufen. Dann bestimmt halt irgendwer anderes, was aus dem Event wird.

    Difficile est saturam non scribere

  • Zitat von skinwalkerlp
    Genau genommen: ja. Wenn ich ein Event für Miner mache, dann mache ich ein Event für Miner. Wir wollen minern gehen. Es wird kein Kampfevent, ich plane keine Aktionen für Piraten, kein PvP und ich plane nicht mal trading. Wer traden will, sollte nicht zu einem Mining Event gehen und sich da beklagen, dass ja nur geminert wird und nicht getradet 🙂 . Genauso sieht es auch umgekehrt aus: plane ich einen Kampfeinsatz oder mache bei einer A3 Patrouille mit, kann ich mich ja auch nicht beschweren, dass da zu wenig geminert wird. Es werden immer Spieler "ausgeschlossen", wenn man einen Plan hat und sich vornimmt, etwas bestimmtes zu machen. Klar kann man auch "kommt mal alle her, wir machen irgendwas und schauen, was draus wird" ausrufen. Dann bestimmt halt irgendwer anderes, was aus dem Event wird.

    🤨 wie kann man bei Miner kein PvP planen? Weiß der Rest des Servers davon?

  • Zitat von raykeaton
    🤨 wie kann man bei Miner kein PvP planen? Weiß der Rest des Servers davon?

    ich hab dich bisher so eingeschätzt, dass du die Aussage verstehen kannst und die Antwort kennst.

    Difficile est saturam non scribere

  • Zitat von jendrikon
    Dieser Kritik kann ich durchaus zustimmen, auch wenn ich anmerken will, dass in den letzen Jahren einiges an Engagement von Seiten der Community kam, sei es um z.B. die AHC finanziell, materiell, personell oder organisatorisch zu unterstützen. Die Kritik, dass sich am Sicherheitskonzept oder an der "Offenheit" für kriminelle Interessen bisher jedoch nichts geändert hat, schmälert die Motivation sich noch aktiv einzubringen eben so weit, dass man nur noch teilnimmt und das auch eher wie <@280186363440136193> schon sagte eher aus OOC-motivation.

    Das Konzept geht leider nicht so einfach auf. Wer soll bitte entscheiden welche Spieler kriminell sind? Und damit ausgeschlossen werden...

    - Reicht es dazu irgendwann mal einen crimestat gehabt zu haben?
    - Oder muss, zum Zeitpunkt der AHC, ein Kopfgeld auf die Person offen sein?
    - Kann ein Rollenspieler sich rehabilitieren, wenn er einmal als Outlaw bekannt war?
    - Wer entscheidet wann ein Rollenspieler nicht mehr Outlaw, sondern wieder Gesetzes teuer Citizen ist?

    All diese Fragen gehen mit einem pauschalen Verbot für Outlaw Charaktere einher.

    Und weil wir uns nicht anmaßen können (und auch nicht sollten) diese Entscheidung zu treffen, lässt sich auch nicht einfach sagen: Die AHC ist nun offen oder geschlossen für outlaws.

  • Das ist ein altbekanntes Problem.

    Es findet ein "Lawful" Event statt. Um dort "Outlaws" nicht die Teilnahme zu verbieten, werden auch bisher nur unzureichende Maßnahmen getroffen, bzw. es wird diskutiert, wie man dann **IC** mit dem Fehlverhalten umgeht. Spricht eine "diesjährige" Verwarnung aus oder verhandelt so lange mit den leuten, die das gerne einfach sabotieren wollen, dass das Event selbst einfach gestört wird.

    Es findet ein "Outlaw" Event statt. Dort wird gesagt,:" Ja Lawfull Spieler können ja auch daran teilnehmen." Diese hält jedoch die Charakterethik, das Interesse oder die Motivation sich auf solchen Events blicken zu lassen davon ab.

    Kurzgesagt, die Handhabung ist eine Einbandstraße. Und wenn "Lawfull" Events immer durch störung oder Sabotage auffallen, haben die Spieler irgendwann keine Lust mehr, sich mehr als nötig mit solchen Events zu beschäftigen.
    Ich gebe hier gerne nochmal das Beispiel:
    *Ich wohne in einem Stadtteil, der laut Statistik recht kriminell ist. Dennoch werde ich nicht bei jedem Einkauf, Arbeitsweg, oder sonstige erledigung angeschossen, abgestochen, angemacht, entführt, erpresst oder genötigt. Die meiste Zeit werde ich in ruhe gelassen.

  • Zitat von dcdoerek
    Das Konzept geht leider nicht so einfach auf. Wer soll bitte entscheiden welche Spieler kriminell sind? Und damit ausgeschlossen werden... - Reicht es dazu irgendwann mal einen crimestat gehabt zu haben? - Oder muss, zum Zeitpunkt der AHC, ein Kopfgeld auf die Person offen sein? - Kann ein Rollenspieler sich rehabilitieren, wenn er einmal als Outlaw bekannt war? - Wer entscheidet wann ein Rollenspieler nicht mehr Outlaw, sondern wieder Gesetzes teuer Citizen ist? All diese Fragen gehen mit einem pauschalen Verbot für Outlaw Charaktere einher. Und weil wir uns nicht anmaßen können (und auch nicht sollten) diese Entscheidung zu treffen, lässt sich auch nicht einfach sagen: Die AHC ist nun offen oder geschlossen für outlaws.

    So wie ich es interpretieren werden Spieler die man OOC als Sicherheitsrisiko einschätzt vom Event ausgeschlossen 🤷‍♂️

  • Zitat von skinwalkerlp
    Etablierte RPler vs Event-RPler? Diese Trennung ist mir neu. Und ich finde es schade, dass diese Trennung jetzt auf gemacht wird.

    Ich behaupte dass manche Event RPler bei Events einfach tun und machen können was sie wollen weil sie IC keine Konsequenzen fürchten müssen. Zumindest nicht bis zum nächsten Event an dem sie teilnehmen möchte