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Logbuch Mr. Zwiebus: Irgendwann in den letzten Tagen des Jahres 2955 in einer verruchten Bar auf Levski

  • Lord_Zwiebus
  • 10. Januar 2026 um 10:24
  • 81 Mal gelesen
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Ein Gespräch, geführt in den letzen Tagen des Jahres 2955 zwischen Jendrikon und Zwiebus im Café Musain auf Levski.


Das schummrige Licht im Gand Barter auf Levski warf lange Schatten über die abgegriffene Oberfläche des Tisches. Zwiebus saß zusammengesunken vor seinem Glas, den Blick in die Ferne gerichtet.

„Und? Wie geht’s dir eigentlich?“, durchbrach Jendrikon die Stille.

Zwiebus schnaubte und rieb sich die müden Augen. „Wie es mir geht? So lala. Ich habe ein paar Frachtaufträge angenommen und mal wieder das Gefühl, beschissen worden zu sein. Kaum hatte ich meine Ladung gelöscht, war sie auf einmal einfach weg. Ich dachte eigentlich, auf den Gateway-Stationen ginge auch in Nyx alles mit rechten Dingen zu. Aber wenigstens habe ich mein Geld bekommen. Ich bleibe jetzt erst mal hier auf Levski.“

Jendrikon nickte verstehend. „Dann ist ja gut. Und was ist mit deiner Asgard, deiner Anthony-Tanaka? Wie geht’s dem Schiff?“

„Dem Kahn geht’s gut, denke ich“, antwortete Zwiebus und ein Anflug von Stolz huschte über sein Gesicht. „Sicher... die Hülle hat ein paar Schrammen abbekommen, aber die Aggregate sind in Ordnung. Für eine komplette Reparatur fehlt mir gerade nur leider die Kohle.“ Er sah Jendrikon prüfend an. „Warum fragst du so energisch nach dem Schiff? Hast du etwa einen Auftrag für mich?“

„Gerade im Moment nicht“, entgegnete Jendrikon und lehnte sich zurück. „Ich dachte nur... wir kennen uns jetzt seit ein paar Wochen. Ich habe dir eine Menge über mich erzählt und finde es fast ein bisschen unfair. Ich weiß im Grunde gar nichts über dich!“

Zwiebus lachte trocken auf. „Was? Was sollst DU denn groß über DICH erzählt haben?“

„Offensichtlich mehr als du“, konterte Jendrikon prompt. „Blödsinn, du weißt inzwischen viel mehr über mich als ich über dich. Darum geht’s mir.“

Zwiebus runzelte die Stirn. „Du willst also einen Ausgleich? Einen Informationsausgleich?“

„Ja, Mann! Einen Ausgleich für das seelische Wohl. Oder nenn es einfach persönliches Interesse. Wie wäre es damit?“

„Na gut, Jendrikon. Das ist okay“, gab Zwiebus nach. „Für ehrliches Interesse stehe ich dir gerne zur Verfügung.“

Jendrikon beugte sich vor, seine Stimme wurde leiser und dringlicher. „Ich bin einfach neugierig! Ich weiß im Prinzip nichts über dich, außer dass du dich Zwiebus nennst. Ist da noch mehr?“

„Nenn mich einfach Zwiebus. Das passt schon. Da gibt’s keine lange Geschichte zu.“

„Sag mal, wo kommst du denn eigentlich her?“, setzte Jendrikon hartnäckig nach.

Zwiebus machte eine lange Pause und starrte in sein Glas. „Wo ich herkomme? Gott, das ist... was soll ich dir da groß erzählen? Wo soll ich anfangen? Sagt dir der Name Dr. Marcus Fayel etwas?“

Jendrikon blinzelte überrascht. „Was soll... was soll mir der sagen? Ist das etwa dein Vater?“

„Nein“, erwiderte Zwiebus geheimnisvoll. „Ich wollte nur wissen, ob bei dir ein Credit fällt, wenn du diesen Namen hörst. Klingelt da gar nichts? - Okay, also nicht. Nun denn, ich komme von ziemlich weit weg. Und ehrlich gesagt ist es mir unangenehm, darüber zu reden. Das hat mit diesem Typen zu tun, mit Dr. Marcus Fayel.“

Jendrikon wurde sichtlich ungeduldig. „Jetzt red doch mal Klartext!“

„Alter! Das war mein Guru! Kapierst du das? Mein Guru!“, stieß Zwiebus hervor, seine Stimme zitterte leicht vor Verzweiflung. „Sie nannten sich ‚Gemeinschaft des Sonnen-Auges‘. Diesem Verein stand der Doktor vor.“

„Ja, stimmt. Davon habe ich mal gehört“, erinnerte sich Jendrikon.

„Leir II, Mya heißt der Planet. Also, wir nannten ihn so – die Gemeinschaft des Sonnen-Auges gab ihm diesen Namen. Jetzt weißt du, warum es mir peinlich ist.“

Jendrikon konnte sich ein Lachen nicht verkneifen. „Na, sag das doch! Ist doch kein Problem – zumindest nicht für mich.“

„Ja, aus dem Leir-System! Da komme ich her“, erklärte Zwiebus bitter. „Kaum sage ich das, kommen die Fragen: ‚Na, gehörst du auch zu den Sonnenanbetern?‘ Diesen Scheiß wollte ich einfach vermeiden.“

„Du kannst dich entspannen. Ich habe kein Problem mit den Religionen anderer Leute“, versuchte Jendrikon ihn zu beruhigen.

„Das ist schön“, murmelte Zwiebus. „Meine Eltern waren voll drin in dem Thema. Ehrenwerte Mitglieder dieser bescheuerten Sekte. Ich bin dort groß geworden. Geboren im Jahre 2889. Meine ersten bewussten Lebensjahre war ich gezwungen, dort zu verbringen.“

Jendrikon wirkte amüsiert. „Und, Zwiebus? Bist du heute noch Mitglied?“

„Auf keinen Fall! Ich bin doch nicht verrückt! Würdest du mir das ernsthaft zutrauen?“, polterte Zwiebus los.

„Religion ist ja erst mal nichts Schlechtes“, stellte Jendrikon sachlich fest.

„Naja, eine Religion vielleicht nicht. Doch wenn eine Religion sich von einer politischen Struktur abgrenzen muss, verlässt sie den Weg des Glaubens und wird weltlich. Dann ist es keine richtige Religion mehr. Die Gemeinschaft des Sonnen-Auges wollte sich ganz klar von der UEE abgrenzen, weil sie das Imperium und die Menschen darin als unrein betrachtete. Metaphysischer Bullshit! Ehrlich!“, schimpfte Zwiebus ohne gespielten Zorn.

„Leir ist doch ein sehr isolationistisch geführtes System. Es gehört nicht zur UEE, oder?“

„Bist du wahnsinnig? Nie im Leben! Die Gemeinschaft hatte eine völlig durchgeknallte Vorstellung einer ‚reinen‘ menschlichen Kultur. Worin diese Reinheit bestehen sollte, stand auf einem ganz anderen Blatt“, schnaubte Zwiebus. „Selbst unser Oberguru Dr. Fayel konnte mir nicht erklären, was er damit meinte. Aber meine Eltern sind voll darauf eingestiegen. Sie haben mir beigebracht, dass diese drei Buchstaben – UEE – ein Synonym für das Unreine und Böse sind.“

„Na, mit solchen Vorstellungen kannst du hier auf Delamar bei einigen Leuten aber Punkte sammeln!“, frotzelte Jendrikon.

„Nein, eben nicht!“, empörte sich Zwiebus. „Diese Ablehnung hatte keinen vernünftigen Grund. Sie lehnten die UEE nicht ab, weil sie korrupt oder ungerecht ist. Sie lehnten sie ab, weil sie ihrer Vorstellung von Reinheit nicht entsprach. Dieser Begriff durfte niemals hinterfragt werden!“

„Zumindest leben wir nicht mehr in einer Zeit, in der wir uns wegen Religionen massakrieren“, versuchte Jendrikon die Wogen zu glätten.

„Also, mit meinem Vater konntest du problemlos ein Handgemenge auslösen, wenn du in religiösen Fragen nicht seiner Meinung warst! So waren die da fast alle drauf“, seufzte Zwiebus. „Also Jendrikon, damit das klar ist: Ich bin ein Kind der Sonnenanbeter aus dem Leir-System. Und ja, es ist mir peinlich. Können wir das jetzt beenden?“

Man merkte Zwiebus an, wie unangenehm ihm das Thema war; er spielte nervös an seinem mobiGlas herum. In der kleinen Eckbar traf gerade eine Gruppe lärmender Miner ein.

„Zu laut hier!“, brüllte Jendrikon gegen den Lärm an. „Lass uns woanders hingehen.“ Er stand auf und Zwiebus folgte ihm, grübelnd, worauf dieses Gespräch hinauslaufen sollte.

Draußen im Korridor setzte Jendrikon das Gespräch direkt fort. „Und was ist mit deiner Mutter?“

„Meine Mutter? Sie hat mich in dem Glauben erzogen, dass wir rein sein müssen. Genau wie mein Vater. Sie war nicht ganz so hart drauf, aber letztlich hat sie denselben Mist gelabert.“

„Ich finde, du solltest das nicht so verteufeln. Prinzipiell tun sie ja erst mal keinem weh“, nahm Jendrikon eine neutrale Position ein.

Zwiebus wurde lauter. „Die Gemeinschaft war im Prinzip harmlos, sicher! Aber wenn dein ganzes Leben davon abhängt, rein zu bleiben, und jede deiner Handlungen darauf getrimmt ist, bloß keine Verfehlung zu begehen... meine Fresse! Nein, ehrlich!“

Da das Thema Zwiebus sichtlich zusetzte, wechselte Jendrikon abrupt die Richtung. „Lass uns ins Café Musain gehen! - Wie viele Jahre hast du eigentlich auf dem Buckel? Du siehst schon ein bisschen angegraut aus, mein Freund.“

Zwiebus grinste. „Dann schätz mich mal, du Experte!“

„Na, so 80? Könnte hinkommen.“ Jendrikon verzog keine Miene.

„67 wäre richtig gewesen! Brauchst wohl ein neues Schätzeisen, was?“, lachte Zwiebus und nahm einen tiefen Schluck Schmolz.

„Vielleicht hast du einfach Dinge erlebt, die alt machen... alter Sack!“, grinste Jendrikon.

Zwiebus wurde wieder ernster. „Ich bin 67 und komme aus Leir. In meiner Jugend war ich ein Sonnenanbeter, und das Leben dort ging mir irgendwann gewaltig auf die Nüsse. Stell dir vor: Du lebst mit Leuten zusammen, die aus Angst vor Unreinheit komplett mit der UEE brechen. Keinen Handel treiben, außer mit den Banu. Und die Banu haben die Gemeinschaft regelmäßig über den Tisch gezogen! Die können das verdammt gut. Meinst du, da wurde mal ein Handel hinterfragt? Pech gehabt! Existenzen wurden gefährdet, aber die Reinheit war wichtiger.“ Er hielt kurz inne. „Was ich mir bewahrt habe, ist ein innerer Abstand zur UEE. Das haben mir meine Eltern eingeimpft. Diesen Grundgedanken werde ich nie los.“

Jendrikon nickte.

„Aber ich mache diesen Abstand an politischen und wirtschaftlichen Tatsachen fest, nicht an diesem Reinheitskram. Das ist der Unterschied. Ich habe zwanzig Jahre dort gelebt. Reicht das?“

„Zwiebus, wie bist du dann da weggekommen?“, bohrte Jendrikon weiter.

„Es war einfach nicht cool, so isolationistisch zu leben. Und nur mit den Banu zu handeln... nach meiner Erfahrung denken die nur in monetären Kategorien. Sogar ihre Beziehungen untereinander wirken so.“

„Nein“, entgegnete Jendrikon. „Monetär ist nicht ganz richtig. Aber alles hat bei den Banu einen Wert. Ein Nutzwert. Utilitarismus in Reinkultur!“ Er machte eine Pause. „Nochmal: Wie bist du weggekommen? Haben deine Eltern dich unterstützt oder bist du untergetaucht?“

„Es war zu eng. Ich wollte die Galaxis sehen. Irgendwann habe ich auf einem Frachter angeheuert, der aus dem UEE-Raum kam. Solche UEE-Frachter kamen zwar selten, aber doch einmal bis zweimal pro Jahr nach Mya. Mit meinen Eltern habe ich nie wieder gesprochen. Ich wollte keinen Kontakt, und sie wohl auch nicht. Die Sekte hätte den Kontakt zu einem Renegaten kaum erlaubt. Wahrscheinlich sind sie inzwischen verstorben. Mein Ausbruch war sicher schwer für sie.“

Zwiebus holte tief Luft. „Ich bin dann als einfaches Besatzungsmitglied auf Frachtlinien mitgeflogen. Das Leben von Heuer zu Heuer war hart, viel härter als auf Mya, aber ich fühlte mich um ein Vielfaches freier als unter Dr. Marcus Fayel. So landete ich schließlich als Entwurzelter im Jahr 2909 oder ...10 auf Levski. Hier fand ich wieder eine Gemeinschaft, die sich von der UEE abgrenzte.“

„Das kam dir vertraut vor, was?“, warf Jendrikon ein.

„Irgendwie schon.“ Zwiebus schnalzte mit der Zunge. „Doch ganz anders! Hier auf Delamar hatte alles Hand und Fuß. Die Menschen erzählten von der Unterdrückung unter dem Messer-Regime. Der Grund für Levski war klar und logisch, nicht wie der religiöse Unfug meiner Eltern.“

„Wann hast du dich hier niedergelassen?“

„Mit etwa 20 Jahren. Im Jahr 2910 kam ich ins Nyx-System und wurde schnell ein Anhänger der People’s Alliance. Ich bin ´ne Leseratte. Die uralten Schriften Wassil Levski´s hatte ich im nu gelesen.“

„Du hast mal erwähnt, dass du diesen Wissenschaftler, Alaska Seadeleare, hier getroffen hast. Stimmt’s?“

„Nur zum Teil. Alaska war ein paar Mal mit mir hier, aber kennengelernt habe ich ihn woanders.“

„Erzähl weiter!“, forderte Jendrikon ungeduldig.

„Muss das sein? Die ganze Geschichte um das Chronos-System?“

„Die ganze Geschichte! Ich bestehe darauf!“, lachte Jendrikon und schob Zwiebus noch ein Schmolz rüber.

„Na gut. Zurück zum Nyx-System. In den ersten Jahren auf Levski habe ich mich als Felsenhüpfer verdingt.“

„Felsenhüpfer?“, lachte Jendrikon und fasste sich an den Kopf. „Den Begriff habe ich ewig nicht gehört. Das sagen nur noch die ganz Alten!“

„Natürlich Felsenhüpfer! So nannten wir uns im Glaciem-Ring. Ich hätte auch Miner sagen können, aber Felsenhüpfer ist richtig“, beharrte Zwiebus. „Wir haben ganze Asteroiden mit Netzen und Traktorstrahlen nach Levski geschleppt. Wir waren eine eingeschworene Truppe.“

„Und was hat das mit Alaska zu tun?“

„Das kommt jetzt! Diese Truppe ist dann, um des schnöden Mammons willen, ins Chronos-System gewechselt. Unsere Fähigkeiten, Asteroiden über weite Strecken zu bewegen, waren beim Bau der Synthworld gefragt. Die UEE hat uns mit Kusshand eingestellt.“

„Und Alaska?“, bohrte Jendrikon erneut.

„Den traf ich auf der Archangel-Station. Dort wurde der Bau der Synthworld koordiniert. Du glaubst nicht, welche Mengen an Fracht dort durchgeschleust wurden. Die ‚Levski-Connection‘ hat sich schnell in den Logistikabteilungen der Station breitgemacht. Frachtpapiere wurden frisiert, Offiziere geschmiert... wenn die riesigen Hull-Kähne ankamen, fiel immer mal ein Container für uns ab. Alle haben dort geschoben, sogar die UEE-Offiziere.“

Jendrikon lachte laut auf. „Du bist also unter die Schmuggler gegangen!“

„Kann man so sagen. Und Alaska? Der arbeitete ganz naiv in einem der Logistikzentren. Er hatte auch mit kleineren Schiebereien zu tun, aber er hatte zu viel Skrupel für die großen Dinger. Er war kein geborener Krimineller und flog schnell auf. Ich musste ihm mehrfach aus der Patsche helfen. Er war unbeholfen, aber sympathisch. Damals hatte er schon ein Händchen für die Wissenschaft, aber das kam erst später richtig zum Tragen, als er ins Stanton-System wechselte.“

„So wie du?“

„Ja. Ich musste auch nach Stanton. Wir wurden mit unseren Schiebereien zu erfolgreich, zu hochmütig. Die Blase platzte. Wir mussten verschwinden, und da die UEEN-Cecurity die Levski-Connektion auf dem Schirm hatte, war der Weg nach Delamar versperrt. Wir verstreuten uns in alle möglichen Sonnensysteme. Ich ging ein halbes Jahr nach Alaska in dieses Dreckssystem der Megacorps.“

„Und? Wie gefällt es dir in Stanton? Orison, New Babbage – die hippsten Städte der Galaxis!“, sagte Jendrikon mit einem Blick auf sein mobiGlas.

Zwiebus spie förmlich aus. „Stanton – dieses elende Dreckssystem! Zu viel UEC, zu viel Luxus und... zu viele Lügen. Egal ob Orison oder New Babbage – alles nur eine glänzende Fassade! Dahinter verbirgt sich nichts als Betrug und Menschenverachtung.“ Er dachte an Hurston. „Hurston“, murmelte er bitter. „Das sind die Schlimmsten. Sie verbergen ihre Gier nicht einmal. Diese Familie geht über Leichen. Die Megakonzerne sind der Tod jedes freien Denkens!“

„Ich widerspreche dir nicht. Hier auf Levski sehen das viele so“, sagte Jendrikon leise.

„Dafür braucht es nicht mal das faschistische Messer-Regime“, fuhr Zwiebus fort, die Faust geballt. „Jetzt tut die UEE so, als sei sie menschenfreundlich, während sie die Drecksarbeit von machtbesessenen Konzernen erledigen lässt, die über dem Gesetz stehen. Stanton ist der Gipfel dieser Entwicklung: Jeder Planet gehört einem Konzern. Die UEE ist nur noch Dekoration. Die wirkliche Macht sitzt in den Chefetagen!“

„Ist ja gut! Komm mal wieder runter“, beschwichtigte Jendrikon.

„Was rege ich mich eigentlich auf?“, lachte Zwiebus freudlos. „Ich wusste, worauf ich mich einlasse. Auf diesen Kommerzplaneten fehlt einem die Luft zum Atmen.“

„Themawechsel! Seit wann warst du in Stanton?“

Zwiebus fuhr herum. „Wie lange? Was soll das? Ist das ein Verhör? Was geht dich das an? ...Einige Jahre auf jeden Fall. Fünf, glaube ich. Die Flucht aus Chronos versprach Sicherheit vor der UEEN-Security.“

„Entspann dich. Ich verköstige dich nur mit Fragen, weil ich wissen will, mit wem ich abhänge“, beruhigte ihn Jendrikon.

„Fünf Jahre unter Krämern“, murmelte Zwiebus. „Ohne die Wärme der People’s Alliance. Ich hatte Levski viel zu lange nicht gesehen.“

„Du warst aber nicht nur in den Megacities der Megacorps?“

„Ich habe mich oft nach GrimHex zurückgezogen. Kein Ersatz für Levski! Aber dort gab es wenigstens keine Strafzettel fürs Falschparken. Die Ringe um Yela waren frei von Konzern- und übereifrigen UEE-Bullen. Aber auf GrimHex musste ich nach dem Aufstehen immer befürchten, ein Messer in die Rippen zu kriegen. Auf Levski ist das anders.“

„Du willst dir das alles mal von der Seele reden, hm? Nur weiter“, sagte Jendrikon freundlich.

„Ich habe versucht, in Stanton Fuß zu fassen, fernab des Militärs und der Advocacy. Ich habe mein spärliches Salär mit Mining und Kopfgeldjagd verdient.“

„So haben wir uns kennengelernt!“, warf Jendrikon lachend ein. „Als du mir meine Salvage-Prise vor der Nase weggeschossen hast. Du Vollpfosten!“

Beide lachten schallend.

„Ein Schlusswort noch“, sagte Zwiebus und setzte sein Glas ab. „Ich musste dort weg. Stanton ist voller Hyänen. Ich musste zurück zu meinen Leuten, zurück zu meinen Wurzeln. Zurück nach Levski – das war der Plan. Danke, dass du mir dabei geholfen hast!“

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