Inhaltsverzeichnis
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Ergänzungsleitfaden – PMC & Sicherheitsdienste im Rollenspiel
- Private Sicherheit als Dienstleistung
- Gewalt, Kontrolle & Eskalation
- Autorität & ihre Grenzen
- Verträge, Haftung & Verantwortung
- Alltag, Routine & moralische Grauzonen
- Ruf, Vertrauen & Austauschbarkeit
- Anschluss an anderes Rollenspiel
- Typische Missverständnisse – und warum sie nicht nötig sind
- Zum Abschluss
Ergänzungsleitfaden – PMC & Sicherheitsdienste im Rollenspiel
Dieser Text ergänzt den allgemeinen Leitfaden zur Charaktererstellung. Er richtet sich an Spieler, die einen Charakter mit Hintergrund in privaten Sicherheitsdiensten oder als Private Military Contractor (PMC) spielen möchten – also in bewaffneten Schutz- und Sicherheitsrollen außerhalb staatlicher Streitkräfte.
Private Sicherheit ist kein Ersatz für Militär oder Polizei. Sie ist eine Dienstleistung auf Vertragsbasis – mit klaren Grenzen, Risiken und Konsequenzen.
Private Sicherheit als Dienstleistung
Private Sicherheitskräfte handeln im Auftrag, nicht im öffentlichen Interesse. Ihr Handeln ist an Verträge gebunden, nicht an Ideale, Gesetze oder eine übergeordnete Mission.
Schutz ist:
- definiert
- begrenzt
- überprüfbar
Loyalität gilt dem Auftrag – nicht automatisch dem Auftraggeber als Person, und schon gar nicht einer Ideologie. Was nicht im Vertrag steht, ist nicht selbstverständlich erlaubt.
Gewalt, Kontrolle & Eskalation
Gewalt ist ein Mittel, kein Selbstzweck.
Jede Eskalation hat Folgen:
- rechtliche
- wirtschaftliche
- politische
- reputative
Auch wenn Gewalt kurzfristig „funktioniert“, erzeugt sie oft langfristige Probleme. Deeskalation, Abschreckung und Präsenz sind deshalb häufig wertvoller als Durchsetzung. Ein glaubwürdiger Sicherheitscharakter weiß, wann nicht zu handeln.
Autorität & ihre Grenzen
PMCs und Sicherheitsdienste besitzen keine automatische Befehlsgewalt. Zivilisten, Militärangehörige und staatliche Behörden sind:
- nicht unterstellt
- nicht verpflichtet, Anweisungen zu befolgen
- oft skeptisch oder ablehnend
Autorität muss situativ ausgehandelt werden – über:
- Auftrag
- Präsenz
- Kommunikation
- Rückendeckung
Missverständnisse über Zuständigkeiten sind realistisch und konfliktträchtig.
Verträge, Haftung & Verantwortung
Verträge definieren Handlungsspielräume.
Sie legen fest:
- was geschützt wird
- wie weit Schutz geht
- welche Mittel erlaubt sind
- wer haftet, wenn etwas schiefläuft
Fehlverhalten kann:
- rechtliche Konsequenzen haben
- finanzielle Schäden verursachen
- den Ruf dauerhaft schädigen
Verantwortung endet nicht mit der Bezahlung. Sie beginnt oft genau dort.
Alltag, Routine & moralische Grauzonen
Der Großteil privater Sicherheitsarbeit ist unspektakulär:
- Warten
- Beobachten
- Präsenz zeigen
- Routinekontrollen
Gleichzeitig entstehen moralische Spannungen:
- Wen schütze ich, wenn Interessen kollidieren?
- Wie weit gehe ich, um einen Auftrag zu erfüllen?
- Wann wird Loyalität problematisch?
Loyalitätskonflikte sind realistisch – und spielerisch wertvoll.
Ruf, Vertrauen & Austauschbarkeit
Private Sicherheitskräfte sind oft austauschbar. Ruf entsteht nicht durch Härte, sondern durch:
- Zuverlässigkeit
- Vorhersehbarkeit
- kontrolliertes Handeln
Vertrauen ist:
- lokal
- fragil
- leicht zu verspielen
Ein beschädigter Ruf kann Aufträge kosten – unabhängig von tatsächlicher Kompetenz.
Anschluss an anderes Rollenspiel
PMC- und Sicherheitsrollen berühren viele Bereiche:
- Militär (Abgrenzung, Konkurrenz, Misstrauen)
- Wirtschaft und Konzerne (Aufträge, Interessen)
- Unterwelt (Grauzonen, illegale Angebote)
- Politik (öffentliche Wahrnehmung, Skandale)
Konflikte entstehen durch:
- Zuständigkeiten
- Interessen
- Machtfragen
Andere Charaktere müssen Anweisungen nicht akzeptieren. Widerspruch ist Teil des Spiels.
Typische Missverständnisse – und warum sie nicht nötig sind
Bei PMC- und Sicherheitscharakteren tauchen häufig Annahmen auf wie:
- „Ich habe automatisch das Sagen“
- „Bewaffnung schützt vor Konsequenzen“
- „Ich bin quasi Militär“
All das ist nicht nötig, um überzeugend zu spielen.
Oft entsteht besseres Rollenspiel, wenn:
- Autorität infrage gestellt wird
- Gewalt problematisch bleibt
- Verträge Grenzen setzen
Zum Abschluss
Private Sicherheits- und PMC-Rollen machen einen Charakter nicht überlegen. Sie machen ihn abhängig von Verträgen, Ruf und Kontrolle.
Wenn du nach dem Lesen denkst: „Ich verstehe, was es bedeutet, im Star-Citizen-Universum als private Sicherheitskraft oder PMC zu arbeiten – und wie ich daraus einen glaubwürdigen, spielbaren Charakter entwickle, der mit Verträgen, Grenzen und Konsequenzen lebt.“ Dann erfüllt dieser Ergänzungsleitfaden genau seinen Zweck.
Alles Gute!
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