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Zwiebus´Logbuch: 24.11.2955 SEY / Sprung ins Ungewisse / Homecoming /

  • Lord_Zwiebus
  • 15. Januar 2026 um 19:20
  • 67 Mal gelesen
  • 1 Kommentar
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Inhaltsverzeichnis [VerbergenAnzeigen]
  1. Zwiebus´Logbuch: 24.11.2955 SEY / Sprung ins Ungewisse / Homecoming /
    1. Sprung ins ungewisse
      1. Die Clipper
    2. Zwiebus´ Homecoming
      1. Das Café Musain:

Zwiebus´Logbuch: 24.11.2955 SEY / Sprung ins Ungewisse / Homecoming /



Sprung ins ungewisse

Pyro-Gateway. Mit gemischten Gefühlen starrte Zwiebus aus dem Panoramafenster der E1 Spirit. Es war zweifellos die komfortabelste Art, per Linienflug von Seraphim nach Pyro-Gateway zu reisen. Das unendliche Blau des Nebels, das das Sprungtor nach Pyro einhüllte, wirkte wie eine Projektionsfläche für gegensätzliche Träume. Am einen Ende stand die Hoffnung, in einem neuen System „grünere Weiden“ zu finden; am anderen die bittere Erkenntnis, dass dort nichts als gesetzlose Leere wartete und niemand einem die Ruhe gönnte, diese Weiden auch zu bestellen.

Pyro war ein Ort, den die UEE – zumindest offiziell – aufgegeben hatte. Einzig die Stationen an den Sprungtoren wurden noch von Rest & Relax betrieben, einem Unternehmen aus dem UEE-Raum. Alles andere waren nur noch die verfallenden Überreste der jahrhundertelangen Ausbeutung durch „Pyrotechnic Amalgam“, längst in die Hände von Piraten und Outlaws gefallen. Pyro zu durchqueren, was unumgänglich war, wenn man das Nyx-System erreichen wollte, stellte eine gewaltige Schwelle dar – sowohl technisch als auch mental.

Sanft setzte die E1 im Hangar von Pyro-Gateway auf. Ein Segen, dass es inzwischen Linienflüge zwischen den großen Stationen gab, auch wenn die Ticketpreise astronomisch waren. Zwiebus checkte aus, durcheilte die Kontrollzone und registrierte sich auf der Station. Selbst hier, am Rande der Zivilisation, war dies nur ein formaler Akt. Kein UEE-Beamter würdigte ihn eines Blickes; alles erledigte ein emotionsloser Automat.

„Na, ob wir noch genug Zeit haben, um in Pyro ein paar Rust einzukaufen?“, murmelte Zwiebus nachdenklich vor sich hin.

Er hatte gehofft, dass Jendrikon genug Zeit für einen Zwischenstopp einplanen würde, vielleicht auf der Ruin Station. Andererseits war es Wahnsinn, für ein Getränk an einem solchen Piratennest anzudocken. Zwiebus bezog sein EZ-Hab und warf sein Gepäck aufs Bett. Seine restliche Ausrüstung, inklusive Raumanzug, lagerte bereits in einem Frachtcontainer der Station.

„Nur noch eine Nacht schlafen“, dachte er, „dann müsste Jendrikon hier auftauchen.“


Die Clipper

Das sonore Brummen seines MobiGlases riss ihn Stunden später aus dem Schlaf. Eine Nachricht flackerte auf: „Bin in der Burrito Bar unten bei den ASOP-Terminals! Sieh zu, dass du deinen Allerwertesten hierher bewegst!“

Typisch Jendrikon – immer in Eile. Das bedeutete wohl: kein Stopp fürs Rust.

„Jendrikon, hallo!“, grüßte Zwiebus seine Bekanntschaft wenig später. Der Mann stand kauend an einem Stehtisch und grinste verschmitzt.

„So, mein Lieber! Dein Heimflug ist gebucht“, lachte Jendrikon und wischte sich die Krümel vom Kinn. „Ich bin gespannt, was du zum neuen Levski sagst. Da hat sich in den letzten Jahren einiges getan.“

Zwiebus öffnete eine Dose Fizzz-Limo. „Ist sicherlich nicht das beste Frühstück.“

„Die Solstice liegt noch mit warmen Triebwerken im Hangar“, entgegnete Jendrikon ernst. „Ich will so schnell wie möglich los und Pyro hinter uns lassen.“

„Warum die Hektik?“, fragte Zwiebus und wischte sich den süßen Schaum vom Mund.

„Die elektromagnetischen Aktivitäten des Pyro-Sterns nehmen massiv zu. Ein Flare steht bevor“, erklärte Jendrikon. „Mein neues Schiff ist zwar vielseitig, aber für solche Sonnenstürme nicht gebaut. Ich will das System mit zwei schnellen Sprüngen hinter uns bringen.“

„Okay, okay“, gab Zwiebus nach. „Ich bestell mir nur noch einen Burrito, dann gehen wir an Bord. Ich muss nur noch meine Kiste aus dem Lager holen.“

„Kein Ding. Die Solstice hat genug Platz für dein Gepäck“, sagte Jendrikon, packte seine Sachen und eilte bereits in Richtung der Terminals.

Im Hangar war die Kiste schnell verladen. Jendrikon packte selbst mit an und arbeitete mit einer Effizienz, die Zwiebus staunen ließ. „Mannomann! Du hast es ja wirklich eilig.“

„Komm jetzt! Ich zeig dir das Schiff.“ Stolz führte Jendrikon ihn durch den Laderaum in den Maschinenraum des ungewöhnlichen Gefährts. Es war eine Drake Clipper. Jendrikon hatte das Modell auf der Intergalactic Aerospace Expo bewundert und direkt zugeschlagen.

„Na super, da geht der Überraschungseffekt flöten“, dachte Zwiebus, während er die technischen Modifikationen betrachtete. Jendrikon hatte Hand angelegt: Von sauber verlegten Kabelsträngen bis hin zu verbesserten Schildgeneratoren und einem neuen Powerplant – er hatte Unmengen an Credits in den Drake-Rumpf gesteckt.

„Sag mal, das muss doch den Neupreis ordentlich überstiegen haben“, stellte Zwiebus fest, während er den letzten Bissen seines Burritos schluckte.

„Was soll ich sagen? Ich leite ein Logistikunternehmen“, erklärte Jendrikon. „Ich brauche Schiffe, die im Leerraum durchhalten. Zuverlässigkeit geht über Geschwindigkeit. Wenn ich einem Kunden eine Lieferung verspreche, dann kommt sie an! Ich will nicht wegen technischer Defekte oder unausgegorener Serien-Technik stranden. Das macht das Schiff teuer, aber es wird seinen Preis bald wieder reinspielen.“

Er deutete auf die Triebwerkssektion. „Schau her! Dieses orangefarbene Glimmen ist deutlich intensiver als bei den Serienmodellen. Ich habe den Energiefluss stabilisiert. Die Beschleunigung ist gleich, aber die Haltbarkeit der Sektion liegt 15 % über dem Standard.“

Jendrikons Augen leuchteten. „Und hier! Die Kupplungen der Energieleitungen zu den Schildgeneratoren haben militärischen Standard – Aegis-zertifiziert. Das bedeutet maximale Zuverlässigkeit und Effizienz bei minimalen Emissionen!“

Zwiebus merkte, dass Jendrikon gerade erst warmlief. „Was ist denn jetzt eigentlich mit Levski...?“, versuchte er ihn zu unterbrechen.

Keine Chance. Jendrikon eilte weiter. „Los, komm mit! Das musst du sehen!“

Sie erreichten das Oberdeck, wo Cockpit und Wohnbereich lagen. Jendrikon packte Zwiebus an der Schulter und zog ihn zurück zum Maschienenbereich, der alle drei Decks verband. „Schau dir dieses Gitterrost an!“, rief er und betätigte einen mechanischen Hebel. Mit einem Quietschen öffnete sich ein Durchgang im Boden. „Drake macht es einem einfach. Wenig Aufwand, großer Nutzen.“

Er stemmte die Hände in die Hüften. „Wozu ist diese Klappe wohl da, mein Lieber?“

„Was weiß ich? Eine Falltür? Wozu braucht man eine Falltür in einem Raumschiff?“, fragte Zwiebus skeptisch.

„Um Komponenten durchzuhieven!“, lachte Jendrikon. „Glaubst du, ich schleppe die Avionik-Baugruppen die Leitern hoch? Das ist ein echter Lifehack. Ingenieurstechnisch simpel, aber genial.“

Zwiebus schüttelte den Kopf. Er hatte es definitiv mit einem Drake-Fanatiker zu tun. „Alles klar, Mann. Lass uns endlich losfliegen mit deinem Wunderschiff.“

„Verstau deinen Kram da vorne. Es gibt zwei Notsitze zum Ausklappen. Eigentlich ist es ja ein Ein-Personen-Schiff.“

Die Sitze sahen alles andere als bequem aus. „Wäre es nicht besser, wenn ich mich einfach ins Bett lege? Keine Sorge, ich stinke nicht.“

„Finger weg von meiner Bettdecke!“, lachte Jendrikon. „Du bist ein netter Kerl, aber alles teile ich nicht. Setz dich.“

Zwiebus nahm seufzend Platz. „Na dann hole ich mir mal ein paar Druckstellen auf diesem Flug.“

Jendrikon fuhr die Systeme hoch. Die vertraute, blecherne Stimme des Drake-Bordcomputers meldete die Einsatzbereitschaft aller Komponenten. Drake sparte eben überall dort, wo es nicht unbedingt nötig war. Die vorgewärmten Triebwerke der Clipper zogen sofort Energie aus den Powerpacks.

„Das Ding sieht nicht nur aus wie eine Waschmaschine, es klingt auch so“, murmelte Zwiebus. Doch er wusste: Drake-Schiffe waren robust – sieht man mal von den berüchtigten Lüsterklemmen ab, die man gelegentlich in den Leitungen fand.

Trotzdem bot das Cockpit einen fantastischen Ausblick. Da sie sich auf dem dritten Deck befanden, war die Sicht nach oben und zu den Seiten völlig frei. Nichts versperrte den Blick auf das herannahende Abenteuer.

Die „Waschmaschine“ wechselte vom Waschgang in den Schleudergang. Die Solstice hob ab und verließ mit einer dröhnenden Geräuschkulisse den Hangar. Jendrikon forderte kurz die Freigabe für den Sprungtunnel an. Seine Konzentration war greifbar, während er die Koordinaten für den interstellaren Sprung programmierte.

Der Sprungantrieb koppelte sich an den Quantum Drive. Der Einlock-Vorgang und der Startimpuls verliefen so zuverlässig wie bei einer luxuriösen Origin. Aus den Lautsprechern drang das typische Knacken der Subraumtaster, die die elektromagnetischen Verzerrungen des Tores in Töne umsetzten – ein akustisches Feedback für den Piloten, dass der Tunnel stabil war.

Die Solstice tauchte in das Sprungtor ein. Augenblicklich packten die Gravitationskräfte den Rumpf. Vor ihnen entfaltete sich ein gigantischer, wabernder Schlauch aus Energie und Licht. Elektromagnetische Stege durchzogen die Röhre und mussten geschickt umflogen werden. In diesem psychedelischen Farbrausch wurde die Geschwindigkeit allein durch die Gravitation bestimmt.

„Diese Sprünge sind jedes Mal ein Naturwunder“, dachte Zwiebus, auch wenn er wusste, dass es reine Physik war.

Plötzlich riss der Lichttunnel ab. Die Solstice glitt in das braune Wabern des Pyro-Systems, direkt bei der von Asteroiden umgebenen Rest & Relax Station am Stanton-Gateway. Jendrikon reagierte sofort: Schilde hoch, Scanner an. Ein Reflex, den man in Pyro im Blut haben musste.

„Scanner sauber“, stellte er fest, während er bereits den nächsten Sprung berechnete. „Wir bleiben nicht länger als nötig.“

Die Berechnungen waren in Sekunden abgeschlossen. Jendrikon richtete das Schiff auf den nächsten Quantumpunkt aus. Zwiebus traute seinen Augen kaum. Die Modifikationen machten es tatsächlich möglich, das riesige System fast in einem Rutsch zu durchqueren.

„Alle Achtung, das nenne ich Effizienz“, dachte er.

Der Quantum Drive spulte hoch, und die Solstice tauchte in das blau-gräuliche Lichtermeer des Quantumtunnels. Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis die gewaltige Strecke überwunden war, doch schließlich tauchte die Station am Nyx-Gateway vor ihnen auf.

„Nur ein kurzer Halt zum Auftanken, dann geht’s weiter“, sagte Jendrikon bestimmt.

Eine halbe Stunde später befanden sie sich erneut in einem Wurmloch. Mit einem leisen Knall und einem saugenden Geräusch spuckte der Tunnel die Solstice am anderen Ende aus. Vor ihnen öffnete sich die gähnende Leere des Nyx-Systems. Die Raumstation der Rest & Relax Gesellschaft lag direkt vor ihnen.

„Nein, wir fliegen gleich weiter“, sagte Jendrikon mit einem Seitenblick auf Zwiebus. „Du willst doch deine alte Heimat endlich wiedersehen, oder?“


Zwiebus´ Homecoming


Erhaben breiteten sich die Millionen von Asteroiden des Glaciem-Ringes im Nyx-System über den gesamten Sichtbereich des Cockpits aus. Dieser majestätische Anblick war wie eh und je ein absolutes Naturereignis.

Die Nase des Schiffes zeigte auf einen gewaltigen, zerklüfteten Felsbrocken, dessen Silhouette sich scharf gegen die gleißende Sonne von Nyx abhob. Es war das größte Gebilde hier im Ring.

„Hier hat sich auf jeden Fall nichts verändert“, stellte Zwiebus fest.

Jendrikon, der gerade konzentriert den Navigationscomputer neu kalibrierte, blickte kurz auf. „Kannst du dich noch an das alte Bohrloch erinnern? Sie haben den Schacht inzwischen komplett durch den Asteroiden getrieben. Das ging etwas auf die Struktur von Delamar. Einige größere Brocken haben sich gelöst und treiben nun in nächster Nähe zur Freien Stadt.“

„Und was sollte das?“, raunte Zwiebus skeptisch. „Warum treibt man einen Schacht mitten durch den Kern?“

„Levski wurde ausgebaut“, erklärte Jendrikon, während er die Schubregler justierte. „In den letzten sechs Jahren gab es hier ein Wachstum wie nie zuvor. Wir sind inzwischen zu einem interstellaren Frachtumschlagplatz geworden! Wer hätte das gedacht, als die ersten Flüchtlinge vor dem eisernen Griff des Messer-Regimes hier eintrafen? Doch jetzt braucht die UEE uns, um dieses System als interstellaren Knotenpunkt zu gewinnen.“

Zwiebus schnaubte. „Kleine Geschichtsstunde mit Jendrikon, was?“

Jendrikon ignorierte den Spott.

„Levski macht jetzt also gemeinsame Sache mit den ehemaligen Usurpatoren?“, fragte Zwiebus scharf und krallte seine Hände in Jendrikons Rückenlehne.

„Die Zeiten haben sich geändert“, versetzte Jendrikon schlicht.

„Was hat sich geändert?“, setzte Zwiebus nach. „Ist die People's Alliance inzwischen 'gut Freund' mit der UEE? Soll ich das wirklich glauben?“

Jendrikon wurde plötzlich sehr ernst. „Gut Freund noch lange nicht! Doch wir können nicht verhindern, dass die UEE inzwischen ein Auge auf Nyx geworfen hat. Das liegt an den Raids der Vanduul aus dem Virgil-System, die immer öfter stattfinden. In Virgil braut sich etwas zusammen – wir von Levski haben das als Erste bemerkt. Dass wir kein ernsthaftes Hindernis für ein Vanduul-Kingship sind, ist dir hoffentlich klar.“

„Ja, habt ihr etwa die UEE Navy zu Hilfe gerufen?“, schlug Zwiebus’ Stimme ins Verärgerte um.

„Nein“, antwortete Jendrikon bestimmt. „Aber sie haben von selbst gemerkt, was hier läuft. Sie brauchen einen großen Umschlagplatz, für die Unmengen an Fracht die auch nach Kastra muss. NYX hat vier große Sprungtore: nach Bremen, nach Kastra, nach Stanton und nach Tohil. Noch zwei kleinere Sprungtore, wie du weißt nach Pyro und... das schlimmste... Es gibt auch ein mittleres, nach Virgil. Delamar liegt ideal inmitten dieser Routen. Um das zu schützen, werden sie früher oder später Kriegsschiffe in Nyx stationieren. Das ist uns allen auf Delamar klar. Auch wenn es keinem passt. Aus Virgil kommt gerade eine Bedrohung für alle Menschen, nicht nur für uns auf Levski.“

Jendrikon machte eine Pause um erneut anzusetzen: "Und... wir haben da noch einen wunden Punkt. Das Chronosystem. Du weißt schon. Die elende Sache mit der Syntworld. Einer der Gründe, warum Levski überhaupt entstanden ist. Der Ressourcenhunger von Syntworld ist, nach wie vor, gigantisch. Alles was aus dem Dreieck Magnus-Terra-Stanton rüber ins Chronosystem muss, läuft zwangsläufig über unser kleines Delamar. Eine riesenlange Strecke, auf der Nyx genau in der Mitte liegt. Nyx stellt einen phantastisch gut angebundenen Knotenpunkt in alle möglichen andere Systeme dar."

„Fracht nach Chronos!“, schimpfte Zwiebus. „Hat die UEE uns jetzt auf der Gehaltsliste?“

„Nicht direkt. Aber die Ferntransporte laufen über uns. Du wirst sehen, die Dockanlagen haben sich gewaltig verändert. Du wirst sie nicht wiedererkennen!“

Zwiebus funkelte ihn an. „Dann habt ihr euch also an das große Geld verkauft?“

„Jetzt komm mal runter!“, schnaubte Jendrikon zurück. „Ich verstehe deine 'People's Alliance'-Romantik. Aber die Realität ist eine andere. Wir haben unsere Ideale nicht verraten. Auf Levski gelten die gleichen Regeln wie vor deiner Abreise. Jeder ist willkommen, der unsere Art zu leben akzeptiert. Wir lassen die Konzerne nicht rein, aber wir können uns der Realität nicht verweigern.“

„Wunderbar. Eine weichgespülte Revolution also“, spottete Zwiebus.

Jendrikon drehte sich in seinem Pilotensitz um und sah seinem Freund fest in die Augen. „Die Revolution ist nicht weichgespült, Zwiebus. Und sie frisst auch nicht ihre Kinder! Aber wir haben nur eine Wahl: Entweder wir lassen die UEE ein Stück weit heran, oder wir lassen uns wahlweise von den Vanduul oder der Navy zusammenschießen. Wir haben nicht die militärische Macht. Ende der Durchsage!“ Er wandte sich wieder den Kontrollen zu. „Willst du eigentlich mal selbst fliegen? Deine alte Heimat ansteuern?“

Eine volle Minute lang herrschte Schweigen im Cockpit. Jendrikon spürte, wie es in dem alten Mann brodelte. „Na gut“, sagte Zwiebus schließlich leise. „Lass mich mal auf den Platz.“

Sie tauschten die Sitze. Zwiebus aktivierte die Aggregate der Clipper und gab halben Schub Richtung Delamar. Er fragte sich, ob seine Vorwürfe gerechtfertigt waren. Was Jendrikon sagte, hatte Hand und Fuß. Er erinnerte sich an Berichte über Versuche, Nyx I zu terraformieren – ein Projekt, das nur die Megakonzerne der UEE stemmen konnten. Die Flüchtlinge hatten Nyx einst gewählt, weil es wirtschaftlich wertlos schien. Doch das war über 200 Jahre her.

„Man muss wohl ein Auskommen finden“, murmelte er vor sich hin. „Auch wenn mir die Gier der Konzerne Sorge bereitet. Aber lass mich Levski erst sehen, bevor es ganz verschwindet.“

„Levski wird nicht verschwinden!“, hörte er Jendrikon hinter sich brummen.

Die Motoren der Drake Clipper dröhnten unter Teillast. Zwiebus ließ den Blick über den Asteroiden schweifen. Ein wohliges Gefühl der Vertrautheit stellte sich ein, trotz der massiven Umbauten. Am markantesten war das gigantische Bohrloch. Früher war es tief, aber nun durchdrang es den gesamten Asteroiden. Es war nun groß genug, um selbst gewaltigen Frachtern der Hull-E-Klasse die Durchfahrt zu ermöglichen.


„Verdammt! Ist das eine Polaris?“, entfuhr es Zwiebus. „Davon passen ja fünf hintereinander durch den Tunnel! Meine Güte, Levski ist wirklich gewachsen.“

Jendrikon grinste. „Es wird dich vielleicht überfordern, aber am Ende wird es dir gefallen. Wir sind nicht mehr die kleinen Versager, die nur vor dem Messer-Regime geflohen sind. Wir sind ein Faktor, den die UEE braucht. Wir haben Macht.“

„Hoffentlich steigt sie euch nicht zu Kopf“, raunte Zwiebus und setzte zur Landung im Hangarring an.

Schon die vertraute Stimme der Flugkontrolle zauberte ein Lächeln auf sein Gesicht. Trotz der Jahre, Zwiebus erinnerte sich noch gut an die Abgeschiedenheit der Enklave – inzwischen fühlte sich Levski wie ein Bienenstock an.

Sie verließen die Clipper und Zwiebus blickte ehrfürchtig zur Decke des neuen Hangars. Über dem Eingang zum ASOP-Bereich hing noch immer das improvisierte „Welcome to Levski“-Transparent. Keine glitzernde Werbung, nur der alte Charme.

Im Customsbereich war das Stimmengewirr lauter als früher. Dialekte aus Systemen fernab von Stanton waren zu hören. „Sie lernen uns jetzt alle kennen“, dozierte Jendrikon. „Wir tragen unsere Botschaft in die ganze UEE.“

Plötzlich hielt Zwiebus inne und sank auf die Knie. Jendrikon erschrak kurz, dachte dann aber: "Jetzt hat es ihn wohl doch überwältigt!" Sie standen vor dem Denkmal von Anthony Tanaka. Dem Jungen, dessen Widerstand den Funken für die Enklave Levski geschlagen hatte.

„Geht’s dir wieder besser?“, fragte Jendrikon leise, als Zwiebus aufstand und sich eine Träne aus dem Auge rieb.

„Mir geht es gut. Ich bin nur... überwältigt. Ich habe mein erstes eigenes Schiff, die Asgard, diesem Jungen gewidmet. Sie heißt Anthony Tanaka. Es ist wichtig, dass wir uns erinnern, damit wir uns nicht an das große Geld verlieren.“

Zwiebus setzte sich auf eine Bank in der Magistrale. „Ich war immer ein Traditionalist, ein Konservativer der People's Alliance. Wir wollten die Veränderungen nicht sehen. Aber ich werde ab jetzt jedes Mal hier innehalten. Es erinnert mich daran, woher wir kommen. Der Weg der Allianz bleibt gefährlich. Man darf seine Ideale nicht verkaufen.“

„Komm, alter Mann! Ich zeige dir etwas komplett Neues.“ Jendrikon drängte zum Aufzug.

Als sich die Türen öffneten, schlug ihnen ohrenbetäubender Industrielärm entgegen. „Helm auf! Die Luftaufbereitung ist hier noch nicht fertig“, rief Jendrikon. Zwiebus starrte auf eine gigantische Industriehalle mit Hochöfen und hydraulischen Anlagen, die er eher in Lorville auf Hurston erwartet hätte.

„Siehst du? Mit dieser Raffinerietechnik werden wir autark“, erklärte Jendrikon stolz. „Wir stellen unsere Materialien selbst her.“

Zwiebus wischte sich eine Schliere vom Visier. „Autarkie... das könnte uns tatsächlich vor den Fängen der UEE bewahren.“

„Aber Industrie erfordert Handel“, gab Jendrikon zu bedenken. „Wir müssen uns der Regierung öffnen, um unsere Waren abzusetzen. Das ist unsere neue Stärke.“

Sie gingen weiter zum „Grand Barter“. Jendrikon bog in einen Tunnel ab, der Zwiebus wieder vertrauter vorkam – funktional, aber wenig gepflegt. In einem Kontrollraum blickten sie durch eine riesige Scheibe auf das Bohrloch. „HOPE IS HERE“ prangte in handgemalten Lettern an der Felswand.

„Ist das neu?“, fragte Zwiebus.

„Keine Ahnung. Als ich hier strandete, war es schon da. Eine schöne Botschaft, oder?“

Im Vorbeigehen erblickte Zwiebus eine rothaarige Frau mit mechanischen Prothesen an Arm und Bein. Er erkannte sie sofort: die wortkarge Chefin der Bohrloch-Abteilung. Sie würdigte sie keines Blickes, ganz wie früher.



Das Café Musain:


„Komm, ins Café Musain!“, rief Jendrikon. „Lass uns einen heben auf deine Rückkehr.“

Als sie das Lokal betraten, dröhnte ihnen derselbe Techno-Sound entgegen wie vor acht Jahren. „Oh nein! Das haben sie nicht geändert?“, staunte Zwiebus. „Diesen Sound ertrage ich einfach nicht.“

„Mir gefällt’s!“, grinste Jendrikon an der Bar. „Zweimal Sling, bitte!“

Der Trise Sling war ein Klassiker von Delamar, auch wenn er durch die G-Loc Bar auf Area 18 berühmt geworden war. Zwiebus leerte seinen Becher in einem Zug.

„Bist du bescheuert?“, lachte Jendrikon. „Das kippt man doch nicht wie Wasser!“

„Schon gut. Ich weiß die Geste zu schätzen, aber ich bin eher der Biertrinker.“ Er holte sich ein Schmolz und sie setzten sich in eine Ecke.

Plötzlich erstarrte Zwiebus. Sein Blick fiel auf ein altes Transparent an der Wand. Er stand auf und befühlte den Stoff. „Alles klar?“, fragte Jendrikon.

„STOP IMPERIAL FASCISM“ stand in weißen Lettern auf schwarzem Grund.

„Hast wohl selber dran rumgemalt, was? In deinen wilden Zeiten?“, lästerte Jendrikon.

Zwiebus lachte. „Ja, tatsächlich! Ich weiß es noch ganz genau.“

Jendrikon betrachtete den Stoff nun ebenfalls genauer. „Hat ein paar Jahre auf dem Buckel, der Lappen.“

„Das hat er“, antwortete Zwiebus leise. „Es waren wilde Zeiten.“

„Ach ja, daaaaamals“, echote Jendrikon schelmisch. „Hör zu, ich würde dir gern noch mehr zeigen, aber die Zeit rennt. Die Aaron Halo Konferenz wartet auf mich.“

„DIE Konferenz?“, hakte Zwiebus nach, doch Jendrikon wich aus.

„Ich muss los. Mach’s gut, Zwiebus. Such dir ein Hab. Wir sehen uns wieder.“

„Hau rein, Alter!“, verabschiedete sich Zwiebus.

Er trank sein Bier aus. Das Heimkommen war abgeschlossen. Nun galt es, in der neuen, alten Heimat wieder Fuß zu fassen.


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Zwiebus´Logbuch: 21.11.2955 SEY / Besuch auf der IAE /

Kommentare 1

Jendrikon
16. Januar 2026 um 09:54

War eine wirklich schöne Session.

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Logbuch Archiv

  1. 2026 (4)
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