Wie Rollenspiel an Bord entsteht
Auf einem Capitalschiff im Rahmen der A3 Patrouille entsteht Rollenspiel nicht durch starre Militärstrukturen, sondern durch das lebendige Zusammenspiel vieler unterschiedlicher Rollen. Jede Person an Bord trägt auf ihre Weise dazu bei, dass das Schiff funktioniert, Einsätze möglich werden und eine glaubwürdige, immersive Atmosphäre entsteht. Unabhängig davon, ob ein Schiff mit zehn oder dreißig Spielern besetzt ist, folgen die Abläufe stets denselben Grundprinzipien: klare Zuständigkeiten, verständliche Aufgaben und eine enge Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen.
Das Ziel ist dabei nicht, militärisches Fachwissen vorauszusetzen, sondern Rollen zu schaffen, die intuitiv verständlich sind und Raum für persönliches Rollenspiel bieten. Wer Teil der A3 Patrouille wird, schlüpft in eine Funktion, die Verantwortung trägt, Entscheidungen trifft und sichtbar Einfluss auf den Ablauf einer Patrouille hat.
Bordschützen
Die Bordschützen bilden die direkte offensive Verteidigung des Schiffes. Sie besetzen bemannte Geschütztürme oder bedienen ferngesteuerte Waffensysteme und reagieren auf Bedrohungen im Raumkampf. Im Roleplay sind sie die „Augen und Fäuste“ nach außen.
Ihre Aufgaben umfassen das Beobachten des Luftraums, das Melden von Kontakten an die Brücke sowie das gezielte Bekämpfen feindlicher Ziele. Darüber hinaus entsteht viel Rollenspiel durch kurze Lageberichte, Munitionsstatus oder die Abstimmung mit Technikern, wenn Geschütze beschädigt werden. Bordschützen erleben Action, sind aber gleichzeitig Teil einer größeren Kette von Entscheidungen.
Bordsicherheit
Die Bordsicherheit sorgt dafür, dass das Schiff im Inneren sicher bleibt. Sie patrouilliert durch Korridore, überwacht sensible Bereiche wie Brücke, Cargo-Bereich, Maschinenraum oder Hangar und betreibt die Waffenkammer.
Angeführt wird die Abteilung durch den Sicherheitsoffizier, der Einsätze koordiniert, Gefangene überwacht und als Ansprechpartner für die Brücke fungiert. Das Sicherheitspersonal übernimmt Kontrollen, überwacht Gäste, sichert Andockvorgänge und reagiert auf Boarding-Versuche.
Im Roleplay entstehen hier viele spannende Situationen: Befragungen, Eskorten, Alarmierungen oder interne Sicherheitslagen. Die Bordsicherheit ist damit ein zentraler Träger von Spannung und Action an Bord.
Technikabteilung
Die Technikabteilung ist das Rückgrat des Schiffsbetriebs. Ohne funktionierende Systeme gibt es weder Antrieb, noch Schilde, noch Waffen.
Der Technische Offizier koordiniert die Arbeiten, priorisiert Reparaturen und stimmt sich eng mit dem leitende Ingenieur und anderen Abteilungen ab. Die Engineering Crew setzt diese Anweisungen um, repariert beschädigte Komponenten, tauscht Module, überwacht Energieverteilung und reagiert auf Störungen.
Im Spiel ergeben sich hier zahlreiche Anknüpfungspunkte: Stromausfälle, überhitzte Systeme, improvisierte Reparaturen oder hektische Einsätze während Gefechten. Technik-Rollenspiel verbindet praktisches Gameplay mit erzählerischer Tiefe.
Medizinische Abteilung
Die medizinische Abteilung kümmert sich um das körperliche und mentale Wohlergehen der Besatzung. Der medizinische Offizier organisiert Behandlungsabläufe, teilt Personal ein und entscheidet über Prioritäten.
Das medizinische Personal versorgt Verwundete, stabilisiert kritische Patienten, führt Nachuntersuchungen durch und dokumentiert Verletzungen. Auch präventive Maßnahmen wie Gesundheitschecks oder Impfungen können ins Rollenspiel eingebaut werden.
Medizinisches RP schafft ruhige, intime Momente ebenso wie hektische Notfallsituationen und verleiht Einsätzen spürbare Konsequenzen.