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Alasaka´s Logbuch: Menschenschmuggel von Lorville nach Levski / eine unerwartete Begegnung / 1.2956 SEY

  • alaska_seadeleare
  • 21. Januar 2026 um 10:51
  • 79 Mal gelesen
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Alasaka´s Logbuch: Menschenschmuggel von Lorville nach Levski / eine unerwartete Begegnung / 1.2956 SEY



Ein Lächeln huschte über mein Gesicht, als ich mich daran erinnerte, wie Pike, Zero und ich der Hurston-Security ein ordentliches Schnäppchen geschlagen hatten. Früher hatte ich immer einen riesigen Respekt – oder vielmehr nackte Angst – davor gehabt, mich mit den Hurston-Gorillas anzulegen. Aber mit Geschick und einer gewissen nassforschen Art war es uns gelungen, ohne Stress durch die Reihen dieser berüchtigten Truppe zu schlüpfen und die Fahndungsdaten zu löschen.

Es waren die Daten von Pike und einem Kerl namens Marrick, einem ehemaligen Kollegen von Pike. Zero hatte in diesem digitalen Datenwust noch eine weitere Datei aufgegabelt. Sie enthielt brisante Informationen über ein Netzwerk, welches die Hurston-Security bereits im Visier hatte: ein Untergrundring, der offenbar in Ungnade gefallene Delinquenten aus Lorville herausschmuggelte.

Zero und Pike hielten die Sache für so wichtig, dass Pike seinen Kontakt Marrick darauf ansetzte. Dieser fand heraus, dass die Organisation Menschen, die im Clinch mit Hurston Dynamics lagen, vor der Deportation nach Klescher bewahrte. Ihr Trick war genial: Sie schmuggelten die Flüchtlinge in Kryopods aus Lorville heraus!

„Das ist brilliant!“, murmelte Pike, als er uns die Details erklärte. „Die Scanner der Security erfassen beim Start der Schiffe nur die Lebenszeichen, die offiziell gemeldet sind. Wenn man die Passagiere einfach schockfrostet, bleiben sie für die Sensoren unsichtbar“.

Pike und Zero juckte es förmlich in den Fingern, der Familie Hurston auf diese Weise eins auszuwischen. Wir trafen uns erneut in Area 18 auf ArcCorp, um den Plan zu schmieden. Zero hatte sich in den Kopf gesetzt, als ganz gewöhnlicher Frachtflug auf Hurston zu landen und direkt in die Hangars von Lorville einzufliegen. Er hatte inzwischen unverfängliche Waren organisiert, die er dort löschen wollte.

Pikes Kollege hatte den Kontakt zur Untergrundorganisation bereits hergestellt. Sie hatten einige Kryopods als normale Frachtcontainer deklariert und im Inventar des Hangars platziert. Nachdem wir unsere harmlose Ladung gelöscht hatten, ließen wir die brisanten Kryopods im Hangar erscheinen.

Mir stockte der Atem, als ich durch die kleinen Sichtfenster der Kapseln menschliche Gesichter sah. Hinter jeder dieser Scheiben verbarg sich ein junger Mensch, gezeichnet von Sorgen und einer eigenen Geschichte. Eine ganze Biografie, eingezwängt in eine Kiste! Die Flucht war die einzige Chance für diese armen Seelen, einen sicheren Ort zu finden.

„Erinnert dich das an etwas?“, fragte ich Zero leise: „Es ist genau wie vor ein paar hundert Jahren, als die ersten Verfolgten des Messer-Regimes den Machtbereich der UEE Hals über Kopf verlassen mussten“.

Damals wie heute, war es die freie Stadt Levski auf dem Asteroiden Delamar im Nyx-System, die diesen Menschen zumindest kurzzeitig Sicherheit versprach. Auch wenn ihre Lebenswege dort Prüfungen unterzogen wurden, mit denen sie niemals gerechnet hätten. Aber das ist wohl das Schicksal eines jeden Flüchtlings – heute wie in den Jahrtausenden zuvor, in denen Menschen vor der Willkür anderer fliehen mussten.

Ein Kloß bildete sich in meinem Hals bei dem Gedanken, dass ich nun quasi unter die Schleuser gegangen war – zusammen mit Pike und Zero. Bei den beiden hatte ich jedoch das Gefühl, dass sie mit großem Enthusiasmus dabei waren. Die Vorstellung, etwas Illegales zu tun, schien sie nicht im Geringsten zu belasten. Für mich, den gesetzestreuen Forscher, der in Sachen Schmuggel völlig unbeleckt war, war das eine völlig neue Erfahrung.

„Was ist los, Alaska?“, frotzelte Zero. „Kriegst du kalte Füße?“

Ich schüttelte den Kopf. Ich ließ mich auf etwas völlig Neues ein. Ich schmuggelte Menschen! Ich wagte es mir gar nicht auszumalen, was geschehen würde, wenn uns die Gorillas der Hurston-Security erwischen würden.

Zero war mit seiner Mercury Star Runner vor Ort, der „White Rabbit“. Dieses Schiff war ursprünglich als Datarunner konstruiert worden, doch es verfügte auch über einen beachtlichen Laderaum. Was jedoch in unserer Situation den Ausschlag gab, war das versteckte, gegen Scanner abgeschirmte Schmuggelabteil. Zwei der Kryopods konnten wir in diesem gesicherten Teil des Schiffes unterbringen, während die anderen vier im regulären Frachtraum verbleiben mussten.

Zero hatte zur Tarnung zusätzliche große Frachtcontainer mitgebracht, die offiziell als Lieferung für Levski deklariert waren. Damit verbargen wir die übrigen Kryopods. „Die gefrorenen Körper der Delinquenten sind gegenüber den Scannern am Raumhafen weitgehend resistent“, erklärte Zero zuversichtlich. „Das sollte uns keine allzu großen Sorgen bereiten.“

Dennoch blieb ein Restrisiko. Sollte ein Trupp der Hurston Dynamics Security an Bord kommen, wären wir sofort aufgeflogen. Da wir jedoch eine offizielle Route flogen, die vom Everus Harbor hinunter nach Lorville und wieder zurück führte, war die Wahrscheinlichkeit gering, dass die Hurston-Sicherheitskräfte uns einer persönlichen Inspektion unterziehen würden.

Zero war fest davon überzeugt, dass alles reibungslos verlaufen würde. „Wir brauchen nicht einmal zusätzliche Raumanzüge“, behauptete er gelassen. „Ich garantiere euch, wir werden das Schiff nicht für einen EVA verlassen müssen.“

Ich hingegen war skeptisch. Die bloße Gewissheit, dass das Nyx-System nur über das Pyro-System zu erreichen war, bereitete mir Unbehagen. Pyro war für mich ein Ort des Grauens, verbunden mit Erinnerungen an die Lebensgefahr der letzten Wochen. Unter keinen Umständen wollte ich an einer der dortigen Stationen wie Starlight andocken, geschweige denn in einer der heruntergekommenen Siedlungen auf diesen gesetzlosen Planeten landen müssen. Was die beiden nicht wussten, ich bin erst kürzlich im Pyro-System gewesen. Doch fernab jeglicher Himmelskörper oder Raumstationen. Ich habe mich dort nur im Leerraum zwischen den Planeten aufgehalten. Unauffindbar. Ein Ausflug, über den ich mit den beiden jetzt nicht sprechen wollte. Es war etwas Persönliches.

Zero versuchte, mich zu beruhigen: „Die Tankfüllung reicht locker aus, um das System in einem Rutsch zu durchqueren.“

Tatsächlich verlief der Flug durch Pyro vollkommen unspektakulär. Am Pyro-Nyx-Gateway mussten wir kurz auftanken, was in wenigen Minuten erledigt war, und schon tauchten wir in das nächste Wurmloch ein. Als uns der Tunnel auf der Nyx-Seite wieder ausspuckte, riss Zero die Schubhebel nach vorne. Die White Rabbit erbebte unter der Last der Triebwerke, während er versuchte, so viel Distanz wie möglich zwischen uns und das Gateway zu bringen.

„Hauptsache weg von hier, bevor uns Piraten auflauern“, murmelte er grimmig. Minutenlang hämmerten die Triebwerke unter Höchstlast, bis er den Schub drosselte und das Schiff lautlos durch das Vakuum glitt. Stille kehrte im Cockpit ein. Nur das leise Summen der Avionik war zu hören, während sich vor uns die majestätische Pracht des Glaciem-Rings ausbreitete.

Plötzlich zerriss ein hektisches Piepen der Kommunikationsanlage die Ruhe. Zero starrte auf das Display. „Ein Notruf? Hier? Da scheint jemand havariert zu sein. Jemand braucht unsere Hilfe.“ Er blickte nach draußen in die Leere. „Hier im Glaciem-Ring ist absolut nichts. Die reinste Weltraumwüste.“

Obwohl die Koordinaten für den Sprung nach Levski bereits im Navigationscomputer programmiert waren, brach Zero die Sequenz sofort ab. „Müssen wir da jetzt wirklich hin?“, fragte ich kleinlaut. Mein Instinkt sagte mir, dass dies der Beginn der ersten großen Komplikation war. Zero sah mich fest an. „Wir können die Leute nicht hängen lassen! Wir sind hier im Nyx-System. Hier lässt man niemanden im Stich!“

Er begann sofort damit, die Koordinaten des Notrufs zu interpolieren und den Computer neu zu füttern. Damit war die Entscheidung gefallen. Wir waren nun nicht mehr nur Menschenschmuggler, sondern auch Seenotretter – oder besser gesagt: Weltraumretter.

Eigentlich hatte ich nichts gegen eine Rettungsmission, doch die Erfahrungen der letzten Zeit saßen tief. Für mich war dieser Notruf ein untrügliches Zeichen dafür, dass ab jetzt alles schiefgehen würde. Aber ich schluckte meinen Pessimismus hinunter. Es schmeckte bitter, doch ich wusste, dass es keine andere Wahl gab.

Es dauerte nur wenige Sekunden, dann war die White Rabbit schon wieder im Quantum-Tunnel verschwunden. Der vermeintliche Ort der Havarie lag in einem unbeschriebenen Gebiet mitten im Glaciem-Ring, jener gewaltigen Barriere aus Fels und ewigem Eis, die das Nyx-System umschließt.

Als wir in den Normalraum zurückfielen, präsentierte sich uns ein wahrhaft fantastisches Bild. Wundersame Gravitationskräfte zwangen Asteroiden, Staubwolken und Eiskristalle in filigrane Linien, die sich wie leuchtende Adern um die ferne Sonne Nyx wanden. Es wirkte wie ein Gemälde: Ketten aus Felsbrocken, gehüllt in ein Spektrum von hellem Blau bis hin zu tiefem Cyan. Gottes kleiner Schmuckladen.

„Ein majestätischer Anblick, nicht wahr?“, murmelte ich ehrfürchtig. Was mochten wohl die ersten Flüchtlinge gedacht haben, die dem grausamen Messer-Regime entronnen waren, als ihre Schiffe hier zum ersten Mal den Tunnel verließen? Der Raum schimmerte und flackerte in jede Richtung, fast gleichförmig und von einer tiefen, friedvollen Ruhe erfüllt. Es war wohl genau die Stille, nach der sie sich so verzweifelt gesehnt hatten – so, wie sich einst die Küste der Neuen Welt dem Ausguck der Mayflower präsentiert haben musste.

Doch genau wie damals barg das blaue Meer tödliche Gefahren. Wer in dieser Unendlichkeit havarierte und keinen Notruf absetzen konnte, der auch noch empfangen werden musste, war verloren. Kein Scanner der Welt vermochte in diesem Labyrinth aus Fels und Eis ein einzelnes Schiff auf große Distanz zu orten. Nur Funksprüche mit präzisen Koordinaten ermöglichten es, solche unbekannten Orte im Quantum-Sprung anzuvisieren. Doch solche Funksprüche zogen natürlich auch – oder sogar ziemlich sicher – Piraten an.

Genau das war eingetreten, was ich befürchtet hatte. Und nun rächte sich mein Fehler: Als ich die White Rabbit auf ArcCorp betreten hatte, fehlte mir mein Raumanzug. „Ich bleibe an Bord und sichere uns mit dem Geschützturm“, sagte ich zu den anderen. „Ich habe keine Lust auf einen Erstickungstod ohne Helm.“ Zero und Pike nickten knapp, bevor sie in ihre Raumanzüge stiegen, um die havarierte Caterpillar unter die Lupe zu nehmen.

Vom oberen Geschützturm aus beobachtete ich die Szenerie. Die Suche nach der vermissten Person zog sich quälend in die Länge. Schließlich war es Pike, der den verunglückten, leider toten, Raumfahrer fand. Ich sah, wie er den Identity-Chip in sein mobiGlas einlas und sich dann auf den Rückweg machte. Weit und breit regte sich nichts. Einzig das ferne, rote Glimmen des Virgil-Systems hinter dem Ring erinnerte an die Bedrohung durch die Vanduul und trieb mir tiefe Sorgenfalten auf die Stirn.

Als die Crew wieder vollzählig war, machte Zero kein großes Federlesen. Er riss die Kontrollen an sich und fütterte den Navigationscomputer mit den Daten für den Sprung nach Levski.

Es war gut sechs oder sieben Jahre her, seit ich Levski das letzte Mal besucht hatte. Die Außenanlagen der Station wirkten auf mich so fremd wie am ersten Tag. Erinnerungen an das Café Musain kamen hoch – und an jene winzigen Einzelzellen, kaum größer als die Kryo-Pods in unserem Frachtraum, in denen die Bergarbeiter und Aussteiger hausten.

Als wir uns der freien Stadt näherten, wurde deutlich, wie sehr sie sich verändert hatte. „Sieht aus, als hätte der Kommerz hier endgültig Einzug gehalten“, brummte Zero mit einem Unterton, der keinen Zweifel an seinem Missfallen ließ. Was sich uns bot, war eine ausgewachsene Minenkolonie, hineingepresst in einen Asteroiden, der bis an seine Belastungsgrenze ausgehöhlt war. Ein gigantisches Bohrloch klaffte im Fels. „Wozu der ganze Aufwand?“, fragte ich skeptisch. „Hull-Frachter“, antwortete Zero knapp. „Die brauchen Platz. Die Enklave öffnet sich dem UEE mehr, als es den Gründern jemals lieb gewesen wäre.“

Delamar war unter der Hand der Bewohner von Levski zu einem imposanten Industriedenkmal geworden. Überall an der Landezone gab es nun frei zugängliche Landepads und gewaltige Frachtaufzüge – eine logistische Meisterleistung. Eine Schienenbahn verband die Landepads mit dem Kern der Station.

Zwar sah ich keinen der legendären Hull-Riesen, doch die zwei gigantischen Frachtaufzüge auf der gegenüberliegenden Seite, die weit in das kalte Schwarz des Alls ragten, sprachen Bände. Die Credits für diese Bauten mussten astronomisch gewesen sein – eine Investition, die sich selbst für einen Mega-Konzern aus dem UEE-Raum rechnen müsste. Erst recht für die eigenwilligen Bewohner von Levski.

Sanft setzte die White Rabbit nach der Landefreigabe in einem der neuen Hangars am oberen Rand des Bohrlochs auf. Wir verließen das Schiff und fanden uns in einem Hangar wieder, der grob in den nackten Fels getrieben worden war. Dennoch mangelte es ihm nicht an technischer Raffinesse, die man sonst nur aus den glatten Raumhäfen von ArcCorp oder Lorville kannte. Die improvisierte Konstruktion versprühte einen rauen Charme, der mich anerkennend staunen ließ. Es war zu lange her, und meine Aufenthalte auf Levski waren stets zu kurz gewesen, als dass ich mich an solche Details hätte erinnern können.

Wir gelangten in den sogenannten Zoll-Bereich. Was auf den großen Raumhäfen der UEE, vor allem in Stanton, von komplexen Scannern erledigt wurde, besaß hier die fast schon handwerkliche Atmosphäre einer manuellen Personenkontrolle. Ein junger Kerl fing mich ab, fragte nach Namen, Herkunft sowie dem Zweck meines Aufenthaltes und händigte mir schließlich ein schmales Merkblatt aus. Es enthielt die Grundregeln, denen sich die Bewohner Levskis verpflichtet fühlten.

Ich hatte damit gerechnet, in dieser Enklave politischer Flüchtlinge auf Propaganda gegen die UEE zu stoßen. Und tatsächlich: Fast an jeder Wand prangte ein Plakat, das das angespannte Verhältnis der Freien Stadt zum Imperium thematisierte. Ein schönes Bild wurde dort nicht gezeichnet. „Diese Werte sind uralt“, bemerkte Zero leise, während er auf eine der Grafiken deutete. „Vor mehreren hundert Jahren von den Gründern formuliert.“

Doch Levski stand nun vor einem Wandel – ein offeneres, aber dadurch auch verwundbareres System im Vergleich zu Früher. Pike, der zum ersten Mal hier war, kam aus dem Staunen nicht heraus. Er wirkte fasziniert von der Höflichkeit, mit der die Leute einander Platz machten. Es war das genaue Gegenteil dessen, was er während seiner Zeit bei der Hurston Dynamics Security erlebt hatte. Man sah ihm an, wie sehr ihm dieser Ort gefiel. Mir war klar, was Pike gleich sagen würde: Er wollte sich hier niederlassen. Und das sagte er auch, kaum dass wir uns in eine gemütliche Ecke des Café Musain zurückgezogen hatten.

Zero, der lange Teil dieser Gemeinschaft gewesen war, blickte sich wehmütig um. Ich hingegen, der ich hier mit Zwiebus lediglich einige Male Urlaub gemacht hatte, war noch zu sehr damit beschäftigt, die Eindrücke aufzusaugen.

Doch Pike wurde sichtlich nervös. Schließlich rückte er mit der Sprache heraus: „Leute, wir werden beobachtet. Seit wir den Hangar verlassen haben, folgt uns dieser Typ.“ Ich konnte es kaum glauben. Ausgerechnet hier, an einem Ort des egalitären Miteinanders? Pike raunte mir zu: „Siehst du den dort hinten? Der mit dem weißen Haar und dem seltsamen Bart. Er ist mir schon beim Tanaka-Denkmal aufgefallen. Er ist uns bis ins Mercy-Krankenhaus gefolgt, als wir unsere Versicherungen erneuerten. Danach drückte er sich beim Grand Barter zwischen den Ständen herum. Er lässt uns nicht aus den Augen!“

Zero, der mit dem Rücken zu dem Unbekannten saß, starrte starr geradeaus. „Dreh dich nicht um, Zero“, warnte Pike leise. „Vielleicht sind wir einfach nur auffällig“, versetzte Zero ruhig. „Wir waren lange nicht hier, und Pike wirkt wie ein bunter Hund.“ „Nein“, entgegnete Pike und beugte sich zu uns vor. „Der Typ hält Abstand, verhält sich aber so auffällig, dass man ihn sehen muss. Will der uns provozieren?“

Jetzt sah ich ihn auch. Der Fremde saß allein an einem Sechsertisch, den Rücken zu uns gekehrt, doch er warf ständig Blicke über die Schulter. Etwas später kam er uns etwas näher. Jetzt wurde sein verhalten auffälliger. Er setzte sich in fast unmittelbarer Nähe zu uns an einen anderen Tisch und beobachtete uns unverholen. Es war in der Tat höchst verdächtig. Ich versuchte, das Thema zu wechseln, um keine Aufmerksamkeit zu erregen. Eine andere Sache brannte mir noch immer unter den Nägeln: das unrühmliche Ende im Wickelo-Emporium und das unbegreifliche Verhalten Brubackers.

„Sag mal, Zero…“, meine Stimme zitterte leicht. „Glaubst du wirklich, dass Brubacker die Seiten gewechselt hat? Ich kriege das nicht aus dem Kopf.“ Zeros Stimme blieb sachlich: „Alaska, du hast den Artikel gelesen. Brubacker lässt sich von niemandem etwas in die Feder diktieren. Sein Charakter ist zu stark dafür. Er hat es aus freien Stücken getan.“ „Ich will es mir einfach nicht vorstellen!“, antwortete ich gereizt. „Du musst es aber hinnehmen“, warf Pike dazwischen, „Alle Indizien sprechen gegen ihn. Aber wer weis das schon? Vielleicht ist Brubacker ist nicht mehr der, für den wir ihn hielten.“ „Das ist der Stand der Dinge“, setzte Zero nach. „So leid es mir tut.“

Plötzlich stand der Fremde auf. Er kam schnurstracks auf uns zu und blieb am Kopfende unseres Tisches stehen. Ich war noch zu sehr in Gedanken bei Brubacker, um zu reagieren. „Alles klar, Alaska? Du bist es doch, oder?“, sprach er mich an und rückte mir unangenehm nah auf die Pelle. Zero fuhr ihn barsch an: „Wer bist du? Wir kennen dich nicht! Wenn du nichts Vernünftiges zu sagen hast, geh einfach weiter, Mann!“

Ich starrte in das weißhaarige Gesicht. Die runden Formen seines Schädels, die leicht pausbackige Erscheinung… es kam mir bekannt vor, doch der Credit wollte nicht fallen. „Alaska!“, dröhnte der Fremde erneut. „Jetzt schau mich genau an! Du kennst mich doch, alter Schmetterlingsfänger!“ Die Stimme! Es durchzuckte mich wie ein Schlag. „Zwiebus?“, entfuhr es mir ungläubig. „Zwiebus… ich habe dein Schiff abstürzen sehen! Bei der Hathor-Station auf Daymar… nein, das war eine andere Asgard!“ Der Fremde grinste breit, seine Augen funkelten. „Wach auf, Alaska! Erde an Major Tom! Ich sag’s noch mal: Schmetterlingsfänger!“

Pike und Zero starrten uns fassungslos an. „Erklär dich, Fremder!“, wiederholte Zero genervt und sichtlich unter Körperspannung. „Bist du es wirklich?“, stammelte ich. „Du hast dich gewaltig verändert… die Haare, der Bart… Wenn du wirklich Zwiebus bist, sag mir: Wo haben wir uns das letzte Mal gesehen?“ „Auf GrimHex“, antwortete er ohne Zögern. „Auf der Treppe im verfallenen Trakt. Du brauchtest deine Jules Verne von ArcCorp, weil du inkognito bleiben wolltest. Hast du es jetzt geschnallt? Ich kenne sogar deine Kumpanen: Das hier ist Zero und der da hinten muss Pike sein.“

Eine Welle der Erleichterung überrollte mich, sofort gefolgt von tiefem Unglauben. „Ich bin schon eine Weile auf Levski“, erklärte Zwiebus. „Als ich nichts mehr von dir hörte, bin ich in meine alte Heimat zurückgekehrt. Hyperion sagte mir, du und die Jules Verne seid weg. In Stanton hielt mich nichts mehr.“ Ich saß einfach nur da und schluckte. „Wie lange bleibst du?“, fragte er. „Wir haben uns verdammt viel zu erzählen, alter Freund… Lass uns morgen hier im Café Musain treffen. Aber ich muss jetzt zur Schicht. Ich arbeite gerade in einer Mining-Brigade und muss wieder klein anfangen.“

Zwiebus verließ das Café gemessenen Schrittes. Ich blieb zurück, gefangen in einem Wechselbad der Gefühle. Pike und Zero hingegen kehrten rasch zur Tagesordnung zurück. „Es ist spät“, befand Zero. „Lasst uns in die Habs gehen.“ Ich leerte meinen letzten Schluck Double-Sling, stellte das Glas beim Hinausgehen auf die Theke des Café Musain und folgte ihnen, tief in Gedanken versunken, nach oben.


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